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Streit um Pflasterbänder in Seulingen

CDU für Komplett-Rückbau Streit um Pflasterbänder in Seulingen

Fünf der acht Pflasterbänder in der Ortsdurchfahrt sind bereits asphaltiert worden. In einem Eilantrag zur Gemeinderatssitzung am Dienstagabend, 30. September, hat die CDU-Fraktion gefordert, auch die drei verbliebenen Bänder zu beseitigen.

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Quelle: Theodoro da Silva (Symbolfoto)

Seulingen. Die Zwei-Drittel-Mehrheit für die Erweiterung der Tagesordnung wurde jedoch wegen verhinderter Ratsmitglieder verfehlt, die Entscheidung auf eine neue Ratssitzung am 9. Oktober vertagt.

Eigentlich sollten die Pflasterbänder am Dorfkrug im Ortskern sowie den Kreuzungsbereichen Hauptstraße/Göttinger Landstraße und Duderstädter Straße/Stadtweg bleiben.

Von diesem von Bürgermeister Matthias Rink (CDU) erwirkten Kompromiss, gegen den im Juli nur seine Stellvertreterin Silvia Kellner (SPD) gestimmt und für den Erhalt aller Pflasterbänder plädiert hatte, ist die CDU jetzt  aber abgewichen – aus Kosten- und Sicherheitsgründen und wegen des hohen Pflegeaufwands. Wäre der Antrag durchgegangen, hätte die Baufirma gleich weiterteeren können. Jetzt ruht die Baustelle erst einmal.

Belastung und Beschwerden

„Im Zuge der Arbeiten hat sich herausgestellt, dass die Pflasterbänder komplett zu erneuern wären – inklusive Packlage“, sagt Rink. Die Schäden hätten sich im Lauf der Jahre aufgebaut. Es gebe Belastungen durch schwere Fahrzeuge und Anwohnerbeschwerden über klappernde Geräusche. Die Bänder neu zu pflastern statt sie zu asphaltieren, würde zudem rund  10 000 Euro Mehrkosten verursachen.

Die könne die Gemeinde problemlos aus der Rücklage stemmen, meint Kellner. Die SPD sehe weder Dringlichkeit noch Notwendigkeit eines Schrittes, der zu einer durchgängigen, zu schnellem Fahren verleitenden  Asphaltstraße führe.

Die Pflasterbänder würden die Optik des Ortes prägen und durchaus verkehrsberuhigend wirken, neue Steine mit anderem Untergrund würden dauerhaft halten. Das meint auch Edeltraud Wucherpfennig, die vor 20 Jahren im Ausschuss für die Dorferneuerung mitwirkte. Die Pflasterbänder hätten damals als vorbildlich gegolten, der Konsens darüber solle jetzt in einem zweifelhaften Verfahren  „einfach weggefegt werden“.

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