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„Eine gute Zukunft schaffen“

Studenten aus Oswiecim in Duderstadt „Eine gute Zukunft schaffen“

Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) hat am Mittwoch Vertreter der polnischen Hochschule Oswiecim / ­Auschwitz im Rathaus empfangen. Dabei berichtete Rektor Witold Stankowski, dass es im Vorfeld gute Verhandlungen mit Ottobock und der medizinischen Hochschule Hannover gegeben habe.

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Bürgermeister Wolfgang Nolte (4.v.r.) begrüßt die Gäste.

Quelle: rf

Duderstadt. Nolte hob die Bedeutung der Beziehungen nach Polen hervor. Das Thema Freundschaft zu anderen Ländern sei aktueller denn je, wenn man die Entwicklungen in Amerika oder an manchen Ecken in Europa anschaue. „Umso wichtiger ist es, dass Polen, Deutschland und Frankreich ihre außergewöhnlichen Beziehungen weiterpflegen“, sagte der Bürgermeister. Diese Länder würden eine feste Achse in Europa bilden. In Duderstadt würde der deutsch-polnische Freundeskreis dafür sorgen, die Partnerschaft mit Leben zu erfüllen.Nolte erklärte, dass er sich fest vorgenommen habe, 2018 nach Kartuzy zu fahren, um dort viele Freunde und Freundinnen zu treffen, „hoffentlich begleitet auch von Duderstädter Bürgern“.

Stankowski, der von seiner Prorektorin Sonia Grychtol und der Leiterin des Germanistik-Lehrstuhls, Elwira Miter-Dabrowska, sowie seinem Honorarprofessor Matthias Gleitze begleitet wurde, verwies noch einmal darauf, dass der Name Auschwitz symbolisch für die Tragödie des 20. Jahrhunderts stehe. Und auch die Staatliche Rittmeister-Witold-Pilecki-Hochschule sei mit der Geschichte verbunden. „Die Gebäude gehörten zum Lager“, erklärte Stankowski. Hier seien die ersten politischen polnischen Häftlinge eingesperrt worden. Er erklärte, dass ein gemeinsames Europa auch weiterhin das Ziel sein müsse. Dabei verwies er auf die Unterschiede in den polnischen Nachbarländern Deutschland und Ukraine. Dort herrsche Krieg. „Die Probleme in Europa lösen wir nur gemeinsam.“

„Die Gebäude sind für uns eine Verpflichtung“, sagte er, „wir wollen dort aber auch eine gute Zukunft schaffen“. Das geschehe unter anderem durch die Entwicklung neuer Studiengänge. Derzeit gebe es 13 Studiengänge mit den Abschlussmöglichkeiten Bachelor, Ingenieur und Magister. Die Universität wolle sich aber auch um die Promotionsrechte bemühen.

Neue Studiengänge seien auch das Thema der Gespräche bei Ottobock gewesen, berichtete Gleitze. So solle es an der Hochschule erstmals ein duales Studium im Bereich der Orthopädie geben. Auch an der medizinischen Hochschule in Hannover habe es Gespräche für eine Zusammenarbeit gegeben. Hier habe eher die Pflegeausbildung im Mittelpunkt gestanden.

An dem Treffen im Rathaus nahmen auch Notar Peter Menge sowie der aus Obernfeld stammende und in Berlin lebende Gastronom Winfried Gassmann teil. Gassmann hatte sich zu seinem 70. Geburtstag von seinen Gästen statt „Stehrumskis“ Spenden zugunsten eines Studentenheims mit Jugendbegegnungsstätte gewünscht. Am Abend überreichte er einen Scheck von 1500 Euro.

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©Richter