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Starke Balken für die Zukunft

Fünfeck-Städte bekräftigen Kooperationswillen Starke Balken für die Zukunft

Alte Gebäude und ihr Weg in die Zukunft - mit Themen rund um die Denkmalpflege haben sich am Freitag rund 100 Teilnehmer des Südniedersächsischen Fachwerktages beschäftigt.

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In Fachvorträgen informierten Referenten wie Anna Laura Ulrichs rund 100 Fachwerkinteressierte im Bürgersaal des Rathauses.

Quelle: Arne Bänsch

Duderstadt. Der Aufschwung am Immobilienmarkt lasse hoffen, dass die Wertschätzung für das Fachwerk wachse, hob Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) hervor. Für die Stadt Duderstadt legte er Statistiken vor, die das Interesse junger Leute am Kauf alter Immobilien belegten. 92 Kaufverträge seien in diesem Jahr abgeschlossen worden, 30 davon mit Menschen unter 30 Jahren. Vier der Käufer seien älter als 60 Jahre gewesen. Eine „spannende Altersstruktur“, bemerkte Nolte.

Die Zusammenarbeit mit den Akteuren des Fachwerktages trage dazu bei, das Interesse weiter zu stärken und Strategien zu entwickeln, Fördermittel zu erhalten, die die Entwicklung noch vorantrieben. Ziele seien unter anderem, mit touristischen Hinweisschildern an den Autobahnen auf die Fachwerkstädte hinzuweisen. Für die Stadt wünsche er sich eine Ausweitung des Sanierungsgebietes im Städtebauförderungsprogramm auf alle Bereiche innerhalb des Walles und der Stadtmauer. Langfristiges Ziel sei die Aufnahme in das Weltkulturerbe - wobei manchmal der Weg das Ziel sei, machte Wolfgang Nolte seine Position deutlich.

Dies „im Rahmen der Möglichkeiten“ zu unterstützen, sagte Annette Schwandner, Ministerialdirigentin im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur zu. Allerdings machte sie keine Hoffnungen auf Fortschritte bis 2020. Zu groß sei die Konkurrenz. Sie beschäftigte sich in ihrem Vortrag mit der Denkmalpflege als Instrument zur Zukunftsentwicklung und stellte das Engagement für historische Gemäuer mit dem Einsatz in der ehrenamtlichen Kulturarbeit gleich. Der gesellschaftliche Konsens sei eine Grundvoraussetzung, um „Wahrzeichen der Geschichte“ zu erhalten. Bestehe dieser könne man sich dem „Patienten“ widmen: Anamnese, Diagnose, Therapie - und nach der Genesung Prophylaxe, um Katastrophen zu vermeiden.

Den Stand der Arbeit im Fachwerk-Fünfeck erläuterte Fachwerk-Managerin Anna Laura Ulrichs, einen Einblick in die Ergebnisse der Denkmalinventarisation in der Duderstädter Altstadt gaben Reiner Zittlau und Eckart Rüsch vom Landesamt für Denkmalpflege. Zum Abschluss erlebten die Teilnehmer einen Baustellen-Spaziergang durch die Basilika. Mehr als einmal sagte Nolte an diesem Tag: „Es gibt viel zu tun, packen wir es an.“

Deklaration

Weiter im Fünfeck: Auch über die Förderperiode des Fachwerkfünfecks hinaus wollen die beteiligten Städte Duderstadt, Einbeck, Hann. Münden, Osterode und Northeim die Zusammenarbeit fortsetzen. Die Bürgermeister unterzeichneten eine entsprechende Deklaration am Freitag während des Fachwerktages. Damit handeln sie im Sinne des Gutachtens, das Diplom-Ingenieur Manfred Gerner erstellt hatte. Dessen Ergebnis: Die fünf Städte verbindet eine hohe regionale Identität hinsichtlich der Fläche, der Fachwerkdichte und der stadtplanerischen Anlagen.

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