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Südtiroler beschneiden Hilkeröder Apfelbäume

Baumpflege Südtiroler beschneiden Hilkeröder Apfelbäume

Ein Stück Südtirol wächst in Hilkerode. Die Rede ist von den Apfelbäumen von Franz-Josef Wiegmann. Auf etwa 2700 Quadratmetern Garten wachsen nämlich nicht einfach rund 400 Apfelbäume. Die Gewächse sind Baum für Baum aus der Alpenregion importiert.

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Nach Südtiroler Art: Hans Tarfusser (l.) und Lucio Pallweber sind mit speziellem Wissen und professionellem Werkzeug bei der Arbeit.

Quelle: Walliser

Schon seit etwa zwei Jahrzehnten hat Wiegmann Verbindungen nach Südtirol, verbringt seine Urlaube dort, hat viele Freundschaften mit den Südtirolern geschlossen. „Vor etwa acht Jahren haben wir Herrn Wiegmann motiviert, so wie wir Äpfel anzupflanzen. Bodenanalysen ergaben dann, welche Sorten für sein Grundstück geeignet sind“, erläutert Gottfried Pollinger. Der Südtiroler Winzer (Kelterei Nals Margreid) ist ebenfalls Hobby- Obstbauer. In Wiegmanns Garten gedeihen die Sorten Golden Delicious, Jona Gold, Elstar, Gala und Fuji.

Pollinger, Lucio Pallweber und Hans Tarfusser aus Südtirol sind jetzt zu Besuch bei Wiegmann, beschneiden die Apfelbäume nach Südtiroler Art. Das tun sie jährlich. Schnell erledigt ist ihre Aufgabe bei Wiegmann. Innerhalb von zwei Tagen haben sie alles geschafft. Vor der Rückreise werden sie noch weitere befreundete Eichsfelder Apfelanbauer besuchen.

„Da ist dieses Jahr eine Menge runter gekommen“, staunt Wiegmann mit dem Blick entlang einer Baumreihe. Die Tiroler schneiden großzügig. Jeder Handgriff sitzt. Nicht nur beschneiden sie das Geäst, auch binden sie es herunter, beeinflussen so die Wuchsrichtung.

Dafür entscheidend seien auch die „Unterlagen“, erklärt Pollinger. Gemeint sind die Bäume, mit deren Wurzeln als Grundlage die späteren Apfelbäume veredelt werden. Als Beispiele nennt er „M7“ und „M9“. Während erstere in einem großflächigeren Wuchs resultieren würde, sei letztere mit recht schlankem Wuchs hier geeigneter. Das Tiroler System beinhalte außerdem eine Ausdünnung des getragenen Obstes. Von drei kleinen Äpfeln ließe man beispielsweise nur einen am Baum, der dann besonders groß und schmackhaft werde. „Also Qualität statt Quantität“, bringt es Pollinger auf den Punkt.

Der letzte Baum in Wiegmanns Garten ist fertig beschnitten. Die Südtiroler Besucher machen sich startklar. Ihre Professionalität zeigt sich bis hin zu deren Handwerkszeug. „Was auf den ersten Blick wackelig erscheint, ist in Wirklichkeit überaus stabil“, so Wiegmann, der gerade eine der dreibeinigen Leitern seiner Freunde wegräumt. Unter den Füßen haben die Leitern Spitzen, die sie fest im Boden verankern. Fest verankert ist auch die Freundschaft Wiegmanns mit den Südtirolern. Schon in zwei Wochen ist das nächste Wiedersehen geplant. Dann wird Wiegmann nach Südtirol fahren, wo Pollinger seinen 50. Geburtstag feiern wird.

Von Matthias Moneke

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