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Szenen der Weihnachtsgeschichte

Biblische Erzählungen Szenen der Weihnachtsgeschichte

"Die Weihnachtsgeschichte ist auch eine Fluchtgeschichte“, sagt Sabina Mitschke als Gästebereichsleiterin im Ursulinenkloster. Wechselnde Szenen aus dieser Geschichte stellt sie mit biblischen Erzählfiguren nach Doris Egli dar, die nach dem ersten Advent bis Weihnachten im Kloster zu sehen sind.

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"Die Weihnachtsgeschichte ist auch eine Fluchtgeschichte“, sagt Sabina Mitschke als Gästebereichsleiterin im Ursulinenkloster.

Quelle: Franke

Duderstadt. Der kleine Raum ist sauber, das Geschirr ist sorgfältig zusammengestellt. Teig ist zu winzigen Fladen geknetet worden, die die kniende Frau scheinbar gerade backen wollte. „Maria und Josef hatten einen Haushalt, sie waren keine Bettler. Sie mussten sich aus einer politischen Situation heraus auf den Weg machen“, erklärt Mitschke. Die Egli-Figuren hat sie alle selbst hergestellt. Ihre Maria ist recht dunkelhäutig „wie die Menschen im Nahen Osten, wo Maria und Josef lebten“, sagt Mitschke. Bei ihren Krippenszenen wird der Bezug zur aktuellen Flüchtlingssituation deutlich. Auch heute verlassen Menschen aus politischen Gründen ihre Heimat und ihren Besitz. Dennoch sollen die Egli Figuren einen Bezug zur biblischen Zeit herstellen. Daher tragen sie grobe Leinenkleidung, Marias Wohnung ist eingerichtet wie das Haus einfacher Leute vor 2000 Jahren.

Egli-Figuren haben keine Gesichter. Sie drücken ihre Emotionen durch ihre Körperhaltung aus. Maria scheint erschrocken zu sein. Sie hält sich eine Hand vor das Gesicht. Vor ihr steht ein weiß gekleideter Engel. Den Blick auf sie gerichtet scheint er ihr etwas mitzuteilen.

„Das ist die erste Szene: Der Engel kommt zu Maria. Jeden Freitag werde ich eine neue Szene aufstellen, die dann zum nächsten Adventssonntag und in der darauffolgenden Woche von allen Interessierten anzusehen ist“, sagt Mitschke. In einer Kiste warten die anderen Figuren schon auf ihren Einsatz: Ein kleiner Esel mit Gepäck, der Maria und Josef auf ihrem Weg nach Bethlehem begleiten soll, Könige, die von der gegenüberliegenden Kommode dem Stern folgen sollen und Hirten, die von der frohen Botschaft erfahren sollen. Mit Liebe zum Detail will Mitschke die Szenen lebendig gestalten. Ein kleiner Junge soll ein Kamel der Könige führen, die wolligen Schafe haben Lämmchen, die Landschaft wird mit Naturmaterialien „begrünt“. Jeder, der in der Adventszeit kurz innehalten und sich auf die Weihnachtsgeschichte besinnen möchte, sei eingeladen, ins Kloster zu kommen und die sich wandelnde Krippe anzusehen, lädt Mitschke alle Interessierten ein. Geöffnet ist in der Adventszeit wochentags von 9 bis 12 Uhr und von 15 bis 17 Uhr.

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