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Tag des offenen Ateliers in Duderstadt

Künstlergruppe zeigt Werke Tag des offenen Ateliers in Duderstadt

In fremden Häusern bewegen sich die Vogels aus Dransfeld wie im eigenen Wohnzimmer. Sie sind so etwas wie Stammgäste bei den Tagen des offenen Ateliers. Gemeinsam bereisen sie den Landkreis Göttingen, wenn an zwei Wochenenden im Jahr Künstler zeigen, wo und wie ihre Werke entstehen.

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Unterwegs in Sachen Kunst: Hubert und Petra Vogel.

Quelle: Eckermann

Duderstadt. In diesem Jahr haben sich Petra und Hubert Vogel für Duderstadt entschieden. Sie statten Renate Diederich-von Berg, Hannelore Mitschke ten bokkel und Sylvia Schulz einen Besuch ab.

Schon von der Straße aus sehen sie: Das Haus an der Haberstraße 54, das ist das richtige. Ein Aufsteller und ein gelbes Fähnchen zeigen an: Hier gibt es Kunst zu sehen. Die ersten Ausstellungsstücke stehen im Außenbereich, die Wände den Flur entlang sind behängt.

Im Treppenaufgang betrachten sie die in Acryl gemalten Bilder von Diederich-von Berg, da werden die Besucher bereits von den Künstlerinnen empfangen: „Wenn Sie Fragen haben, fragen Sie einfach drauf los“, lautet die Einladung von Schulz, die Mosaikarbeiten aus Stein, Glas, Holz und Metall zeigt.

Wie ein Fliesenleger

Während das Ehepaar die Räume des Fachwerkhauses durchschreitet, berichtet die Künstlerin von ihren Arbeiten. „Ich habe mit einfachen Dingen begonnen“, erklärt Schulz und zeigt auf ein Regal, in dem sich Vasen und Kugeln befinden, die mit kleinen Steinplättchen beklebt sind.

„Irgendwann hat mir das nicht mehr gereicht“, sagt sie und beschreibt, wie sie zu anspruchsvolleren Materialien und schwierigeren Mustern gekommen ist. „Am liebsten nutze ich die Nasstechnik“, sagt sie. „Dann arbeite ich wie ein Fliesenleger.“

Im Raum nebenan sehen die Vogels Arbeiten von Mitschke ten bokkel, von der auch ein Bild stammt, das im Flur ausgestellt ist. „Ich finde die Mischtechnik interessant“, sagt der 62-jährige Vogel. „Da sind Notenblätter eingearbeitet“, zeigt er seiner Frau.

„Ich habe noch ein weiteres Auto-Motiv gemalt, das aber nicht hängt“

Die 48-Jährige folgt seinem Blick und bemerkt: „Toll, wieder eine Inspiration.“ Sie selbst sei ebenfalls künstlerisch tätig, erzählt Vogel, die bei Imke Weichert in Rauschenwasser malt. Der Tag des offenen Ateliers sei für sie einer, an dem sie viele Eindrücke sammeln und Anregungen mitnehmen könne, erklärt sie.

Einige davon sogar in materieller Form: Bei Ulli Sorgatz, dessen Schmiedearbeiten in Renshausen ausgestellt werden, haben die Eheleute ein Stück gekauft. „Für den Garten“, erklärt Vogel. Seine Arbeiten kannten sie im Vorfeld bereits, erklären die Eheleute. Die Werke der Duderstädterinnen nicht. Die Wahl sei auf sie gefallen, weil ihnen ein Auto-Bild auf dem Ankündigungsflyer gut gefallen habe, eines der Bilder von Diederich-von Berg.

Als sie davon erfährt, holt die Gerblingeröderin eine bemalte Leinwand hervor, die an einer Wand lehnt: „Ich habe noch ein weiteres Auto-Motiv gemalt, das aber nicht hängt“, erklärt sie. Für dieses Jahr habe sie sich für die Reihe „Hamburg I-XVI“ entschieden und einige Blumenmotive. Im nächsten Jahr werde sie dann andere Bilder zeigen.

Dann sind Petra und Hubert Vogel sicher auch wieder unterwegs. Oder vielleicht schon am kommenden Wochenende, wenn noch einmal Tage des offenen Ateliers anstehen.

Weitere Informationen unter offeneateliers.net

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©Richter