Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 18 ° Regenschauer

Navigation:
Taiwanese trainiert im Eichsfeld für Spanien

Hundetrainer Taiwanese trainiert im Eichsfeld für Spanien

Taiwan, Deutschland, Finnland, Belgien und Spanien. Diese Länder spielen im Leben von Chun Chieh Chen zurzeit eine besondere Rolle. Im Eichsfeld hat sich der Hundetrainer aus Fernost auf einen besonderen Wettkampf vorbereitet: auf die Weltmeisterschaft der Weltunion der Schäferhundevereine (WUSV) in Sevilla.

Voriger Artikel
Laub macht Stadt und Bürgern zu schaffen
Nächster Artikel
Ost oder West: Fachmann erkennt’s am Apfel

An der Roten Warte: Chun Chieh Chen und Hündin Enzo.

Quelle: Tietzek

Duderstadt als Vorbereitungsort für die Weltmeisterschaft hat der 53-jährige Taiwanese aus einem ganz bestimmten Grund gewählt. Beim „besten Hundetrainer Deutschlands“, wie Chen erklärt, wollte er sich Ratschläge für das Weltchampionat der Schutzhundeprüfung im spanischen Sevilla holen.

Michael Kaiser aus Nesselröden ist gemeint. Von einem Freund hatte der Taiwanese den Hinweis auf den erfolgreichen Hundesportler und -trainer in Deutschland erhalten. Schon einmal war Chen im vergangenen Jahr über einen Zeitraum von einigen Wochen zu Gast bei Kaiser, der als Ausbildungswart beim Verein für Deutsche Schäferhunde in Duderstadt aktiv ist. Ebenso wie damals trafen sich Chen und sein inzwischen befreundeter deutsche Lehrer, der ebenfalls 53 Jahre alt ist, mit ihren Hunden täglich zum Training auf dem Vereinsgelände an der Roten Warte.

Cheng betreibt zirka 40 Kilometer entfernt von der taiwanesischen Hauptstadt Taipeh hauptberuflich eine Hundeschule. Er trainiert und arbeitet sowohl mit Tieren von privaten Kunden, ist aber auch als Ausbilder für Diensthunde der Polizei tätig. In Kreisen der Hundessportler sei der Nationalchinese kein Unbekannter, berichtet Michael Kaiser, der seinem Schüler bei der WM in Spanien „durchaus Chancen“ einrechnet.

Von Anfang September bis vor wenigen Tagen hielt sich Chen mit seinen beiden Hunden Enzo, einer fünfjährigen Hündin, und Canto, einem siebenjährigen Rüden, im Eichsfeld auf. Nach der zwischenzeitlichen Teilnahme an der Weltmeisterschaft für Gebrauchshunde in Finnland kehrte der Taiwanese mit seinen Hunden noch einmal für einige Tage zurück, hält sich aber inzwischen in Belgien auf. Von dort aus tritt er mit einem befreundeten Hundesportler die Fahrt zur Weltmeisterschaft an, die am 20. Oktober beginnt.

Einschließlich Fährtenaufnahme stand im Eichsfeld für Chen das gesamte Programm für die Schutzhundeprüfung III, wie es bei der WM gefordert ist, auf der Tagesordnung. Platz, Sitz, Fuß und Voraus schallt es aus dem Mund des Taiwanesen, der sonst kein Wort deutsch, aber englisch spricht. „Deutschland ist das Mutterland des Hundesports“, erklärt Michael Kaiser. Auch international werde im Umgang mit Deutschen Schäferhunden deutsch gesprochen. Chun Chieh Chen stand täglich mit seiner Familie in Taiwain per Internettelefon in Kontakt. Seinem siebenjährigen Sohn berichtet der Hundetrainer vom täglichen Training im Eichsfeld.

Von Heinz Hobrecht

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Herbstfest in Rhumspringe

©Richter