Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Taubenplage in Duderstadt: Hausbesitzer sind in der Pflicht

Kadaver und Dreck in der Scharrenstraße Taubenplage in Duderstadt: Hausbesitzer sind in der Pflicht

An schlechten Tagen gleicht der Blick aus den Fenstern des Lorenz-Werthmann-Hauses einer Szene aus einem Gruselfilm: Zwischen Unmengen von Kot liegen Vogelkadaver. In einem Schreiben an Ortsbürgermeister Hubertus Werner (CDU) bittet Michael Mücke von Seniorenstützpunkt im Landkreis Göttingen um Hilfe dabei, der Taubenplage Herr zu werden.

Voriger Artikel
Stromtankstelle am Gieboldehäuser Rathaus
Nächster Artikel
Seniorenheim in Duderstadt vor dem Abschluss

Auf den Dächern lauern die „Ratten der Lüfte“: Die Tauben bereiten Probleme in der Scharrenstraße.

Quelle: Schauenberg

Duderstadt. Die Bewohner der Scharrenstraße und damit des Lorenz-Werthmann-Hauses beklagen den Zustand nicht nur, weil ihnen der Anblick toter Tauben ein Dorn im Auge ist. „Tauben scheiden mit dem Kot Mikroorganismen aus. Darunter können sich auch krankheitserregende Organismen wie Bakterien, Hefen und Pilze befinden“, sorgt sich Mücke um die Bewohner und Besucher der Einrichtung der Caritas. „Diese Krankheitserreger können im Gefieder haften und beim Aufflattern der Tiere in die Luft gelangen“, sieht er eine potenzielle Gefahr, beispielsweise beim Lüften.

Außerdem mache es schlicht kein gutes Bild, wenn die Flächen vor den Häusern verdreckt seien. Während der Vorbereitungen zum fünfjährigen Bestehen des Lorenz-Werthmann-Hauses 2014 sei es einmal gelungen, den Wunschzustand herzustellen. Allerdings sei dazu nicht nur die Kehrmaschine des Bauhofes der Stadt Duderstadt zum Einsatz gekommen, sondern auch ehrenamtliche Helfer. Dies sei regelmäßig nicht zu leisten, weder seitens der Stadtverwaltung noch seitens der Ehrenamtlichen, glaubt Mücke. Er appelliert an die Hausbesitzer, tätig zu werden – und zwar grundlegend. Reinigungsaktionen bekämpften nur die Symptome. „Es müsste grundlegend etwas getan werden“, glaubt Mücke, der auf den Zusammenhalt der Nachbarn in der Scharrenstraße setzt.

Einen Unterstützer findet er in Ortsbürgermeister Hubertus Werner (CDU). „Die Hausbesitzer sind in der Pflicht“, erklärt er. Werner appelliert an sie, eventuell offen stehende Fenster zu verschließen und auch die Zwischenräume zwischen Ziegeln zu verschließen, um den Tauben das Eindringen in Dachböden und leer stehende Häuser zu erschweren. „Wir sprechen von einem touristisch wertvollen Ort. Es sollte uns daran gelegen sein, ihn ordentlich zu halten.“ Der Bauhof mache seine Sache im Bereich Scharrenstraße gut, sagt Werner. Jetzt müssten nur noch die Anwohner mitspielen. Das Ordnungsamt sei bisher nicht eingeschaltet worden, weil jemand von ihnen seiner Pflicht nicht nachgekommen sei. Theoretisch sei dies aber denkbar.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Herbstfest in Rhumspringe

©Richter