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Kräuter für alle Lebensbereiche

Gut Herbigshagen Kräuter für alle Lebensbereiche

Rund 3500 Besucher hat es am Ostermontag zum Kräutermarkt auf Gut Herbigshagen gelockt. Dass für nahezu alle Lebensbereiche ein Kraut gewachsen ist, konnte an den 20 Ständen rund um die Remise und im Hauptgebäude entdeckt werden - ausführliche Beratung gab es inklusive.

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Heimische und mediterrane Kräuter, Exoten aus Übersee, Staudenknollen und Blumenzwiebeln gibt es am Ostermontag auf Gut Herbigshagen.

Quelle: Markus Hartwig

Herbigshagen. „Naturschutz als positive Lebensphilosophie“ ist der Leitsatz der Heinz-Sielmann-Stiftung mit Hauptsitz auf Gut Herbigshagen. Diesen Grundgedanken verfolgten auch viele der Standbetreiber, die nicht nur ihre Setzlinge, Knollen, Zwiebeln und Samen verkauften, sondern die Fragen der Kunden mit Fachwissen beantworten konnten.

Michael Brodda aus Hardegsen hat sich zum Beispiel als Geologe ganz den Pflanzen gewidmet und betreibt im Solling eine Demeter-Gärtnerei. „Die Kräuterkunde lässt sich gut mit geologischen Kenntnissen kombinieren. Ich frage die Kunden, woher sie kommen. Klima und Böden sind im Harz zum Beispiel anders als im Eichsfeld oder in Göttingen“, erklärte Brodda. Kräuterpflanzen gehörten nach draußen, meinte der Fachmann, und nicht in die Küche, wo sie anfälliger für Schädlinge seien. Daher berate er seine Kunden zu Fragen des Standortes und zur jeweiligen Nutzung der Pflanzen. Und nicht nur die heimischen Kräuter befänden in seinem Sortiment: „Die Silphie ist relativ neu bei uns, aber mit ihrer Blütezeit von Juli bis Oktober ist sie eine hervorragende Bienen- und Hummelweide“, nannte er die Vorteile der nordamerikanischen Pflanze.

Auch Ratburg Blank kam auf Umwegen zu Knollen und Zwiebeln, die sie auf dem Kräutermarkt inklusive ausführlicher Beratung anbot. Die studierte Forstwirtschafterin und Botanikerin kennt sich aus mit Bodenkunde und Nährstoffgehalten. „Heimische Pflanzen sind gut, aber auch anderes ist schön und wird von unseren Insekten angeflogen“, zeigte sie sich ebenfalls offen für Exoten. Doch nicht alles passe überall. „Ich möchte niemandem etwas verkaufen, was in seinem Garten nicht gedeihen kann“, erklärte sie.

Wer nicht selbst pflanzen, gießen und ernten wollte, konnte gleich das Endprodukt der Pflanzen erwerben: Gewürze, Duftöle, Seifen oder schmackhafte Pasten fanden ebenso reißenden Absatz wie die Deko fürs Kräuterbeet. Und auch an den Grill- und Getränkeständen herrschte Andrang.

„Wir konnten in diesem Jahr ein paar mehr Stände aufstellen“, sagte Christoph Neumann von der Heinz-Sielmann-Stiftung als Initiator der Veranstaltung. Mit der Resonanz war er sehr zufrieden. Wegen der Umbauarbeiten war der große Ausstellungsraum im Haupthaus leer und beherbergte wetterempfindliche Waren wie Bücher, zarte Düfte und Kunsthandwerk.

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