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Teerdecke ersetzt Pflasterbänder in Seulingen

Rolle rückwärts Teerdecke ersetzt Pflasterbänder in Seulingen

Als vor 20 Jahren die Seulinger und die Seeburger Ortsdurchfahrt im Zuge der Dorferneuerung mit farblich abgesetzten Passagen gepflastert wurden, galten sie als Vorzeigebeispiele für die Dorferneuerung. In Seulingen verschwinden die meisten der bis zu fünf Meter breiten Pflasterbänder jetzt wieder.

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Ausgefräst und zugeteert: In der Seulinger Ortsdurchfahrt verschwinden gepflasterte Flächen.

Quelle: Richter

Seulingen. Die mit Sperrungen  und innerörtlichen Umleitungen verbundenen Arbeiten dauern voraussichtlich noch bis Ende kommender Woche an.

Seulingens Bürgermeister Matthias Rink (CDU) begründet den nicht unumstrittenen Rückbau mit Beschwerden über die Aufpflasterungen und hohem Pflegeaufwand. Die Steine seien vor 20 Jahren nach damaligem Stand der Technik unzureichend im Untergrund befestigt worden.

Wegen der nicht wasserdurchlässigen Packlage habe es immer wieder Probleme mit losen Steinen gegeben, die vom Frost hochgedrückt wurden. Allein im vergangenen Winter seien 1800 Euro für Ausbesserungsarbeiten angefallen.

Kompromiss gefunden

Die Pflasterbänder in der Ortsdurchfahrt hätten eher der optischen Auflockerung als der Verkehrsberuhigung gedient, die Buckel in den Nebenstraßen in den Wohnbaugebieten seien nicht betroffen, sagt Rink.

Für die Ortsdurchfahrt sei ein Kompromiss gefunden worden: „Fünf Pflasterbänder werden durch eine Teerdecke ersetzt, drei weitere mit dorfbildprägendem Charakter bleiben erhalten und werden erneuert.“

Letzteres  gilt für die Aufpflasterung im Ortskern am Dorfkrug und der Bäckerei Habenicht sowie die Kreuzungsbereiche Hauptstraße/Göttinger Landstraße und Duderstädter Straße/Stadtweg.

Die jetzt gewählte Lösung wurde im Gemeinderat von der CDU-Mehrheit beschlossen. Dagegen stimmte nur die SPD-Fraktionsvorsitzende und stellvertretende Bürgermeisterin Silvia Kellner, die beiden anderen SPD-Ratsmitglieder enthielten sich. Kellner erinnert daran, dass die Dorferneuerung im Konsens mit vielen beteiligten Bürgern erfolgt sei. Man habe keine durchgehende Teerstraße gewollt, auch die Bürgersteige seien damals gepflastert worden.

„Verschwendung von Steuergeldern“

„Was jetzt geschieht, ist ein Sprung zurück in die Vergangenheit“, sagt Kellner und kritisisiert die „rückwärtsgewandte Politik“ auch als „Verschwendung von Steuergeldern“. Die das Ortsbild prägenden Pflasterbänder hätten durchaus einen verkehrberuhigenden Effekt gehabt. Sie seien nicht ordnungsgemäß gepflegt worden.

Und es wäre auch möglich gewesen, sie zu erneuern. „Als Seulinger Bürger“ bedauert auch Samtgemeinde-Bürgermeister Wolfgang Wucherpfennig (SPD) den Rückbau der Pflasterstreifen, die zur Lebensqualität im Ort beigetragen hätten.

Für die Tiefbauarbeiten seien 50 000 Euro im Etat angesetzt, teilt Rink mit. Das werde aber voraussichtlich nicht reichen.

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