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Fraktionsvorsitzender im Sprachkurs

Oppermann bei Pasch-Kurs Fraktionsvorsitzender im Sprachkurs

Mit „Lieblingsmensch“ haben die Teilnehmer des Pasch-Kurses am Mittwoch den Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion in Empfang genommen. Nicht die Auswahl des Titels von Namika sprach Thomas Oppermann anschließend in seiner Rede an. Stattdessen lobte er die Tatsache, dass gemeinsam gesungen werden konnte.

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Oppermann (SPD) zu Besuch im Pasch-Kurs.

Quelle: GM

Gerblingerode. Deutsch zu lernen bedeute, sich einer Herausforderung zu stellen, aber auch Verbindung zu schaffen und zum gegenseitigen Verstehen - auch von Religion und Kultur - beizutragen. „Die erste Voraussetzung“, zum Frieden beizutragen, sagte Oppermann und sprach auf Krisen, Kriege und Terror in der Welt an.

Zugleich eröffne die Sprache berufliche Chancen, auch im Einwanderungsland Deutschland. Pasch sei ein Erfolgsprogramm der deutschen Außenpolitik, sagte Oppermann und hob die „Handschrift“ Frank-Walter Steinmeiers hervor. Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) dankte dafür, dass Göttingen und Duderstadt davon profitierten.

Im Gespräch mit einer der Pasch-Klassen erfuhren die Jugendlichen, dass Oppermann trotz seiner 26 Jahre als Berufspolitiker und der damit verbundenen Sechzehn-Stunden-Tage während der 22 Sitzungswochen im Jahr noch Freude an der Politik hat. „Für die eigenen Überzeugungen zu kämpfen, macht ungeheuren Spaß“, sagte er, bevor er über aktuelle Fragestellungen beispielsweise der Flüchtlingspolitik sprach. Er forderte, Deutschland und Europa müssten stärker ihrer Verantwortung nachkommen und den Zuzug nicht den Schleppern überlassen. Damit sei nur in letzter Konsequenz der militärische Einsatz gemeint. Den befürworte er als Kriegsdienstverweigerer nur in Ausnahmesituationen wie im Falle der Waffenlieferungen an die Perschmerga. Vielmehr sehe er die Rolle Deutschlands in den Begriffen Diplomatie, Deeskalation, Interessenausgleich und wirtschaftliche Kompetenz zusammengefasst.

Zur Stärkung der Weltwirtschaft seien globale Standards notwendig. Die Konferenz in Paris sei ein „großer Schritt nach vorn“ zur Umsetzung dieser Idee gewesen.

Die Schulden Griechenlands, die Jugendkultur im Vergleich zu der vor 30 Jahren, die Rolle der Parteien in einer Welt der jungen Menschen, die sich oftmals nur für einen politischen Teilaspekt interessierten, die Problematik hinter Volksabstimmungen wie der in Großbritannien zum Brexit - all solche Themen besprachen die Jugendlichen mit dem Bundestagsabgeordneten. Und: das Netz. Instagram, Snapchat und Co. nutze er nicht, gab Oppermann zu. Die Facebook-Seite werde überwiegend von den Mitarbeitern gepflegt. Aber auf Twitter sei er selbst unterwegs: „Nach der Stunde werde ich das Foto, das wir gemeinsam gemacht haben, twittern“, versprach er den Jugendlichen - und tat es tatsächlich.

Miteinander lernen

Duderstadt. 54 Kursteilnehmer des Pasch-Jugendkurses hat Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) am Dienstagmorgen im Alten Rathaus begrüßt. Die 14- bis 18-jährigen Stipendiaten aus sieben Nationen lernen zur Zeit gemeinsam in der Kolpingferienstätte auf dem Pferdeberg.

Die „Initiative Schulen: Partner in der Schule“, kurz Pasch, rief das Auswärtige Amt 2008 gemeinsam mit dem Goetheinstitut und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst ins Leben. An mehr als 1800 Schulen weltweit sollen Jugendliche so an das moderne Deutschland, Kultur und Sprache herangeführt werden. Aus Ägypten und China, Jordanien, Kenia, Kroatien, Russland und Ungarn verbessern nun die Jugendlichen ihre Deutschkenntnisse auf dem Pferdeberg. „Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit in Duderstadt, in meiner Heimat, dem Eichsfeld, und in Deutschland“, so Nolte. „Keine Kriege, sondern Frieden und Freiheit im gemeinsamen Miteinander“, so Nolte, könnten aus solchen nationenübergreifenden Kursen erwachsen.

gm

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©Richter