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Testlauf soll zur Dauerlösung werden

Einbahnstraße am Kindergarten Testlauf soll zur Dauerlösung werden

Kindergartenleitung, Kirchenvorstand, Kommunalverwaltung, Polizei und Bürgermeister sind dafür, die Anwohner der angrenzenden Dechant-Rexhausen-Straße dagegen: Am 25. August soll entschieden werden, ob die Einbahnstraßenregelung für die St. Laurentiusstraße zur Dauerlösung werden soll.

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Seit den Osterferien nur noch in Richtung Schulzentrum befahrbar: die St.-Laurentius-Straße.

Quelle: OT

Der Modellversuch war in den Osterferien gestartet worden, um die Verkehrssituation am Kindergarten St. Antonius und dem Schulzentrum zu entzerren und für mehr Sicherheit vor allem zu den Hol- und Bringzeiten der Kindergartenkinder zu sorgen. Seitdem darf die Laurentiusstraße nur noch von der Schulstraße in Richtung Schulzentrum befahren werden.

„Wir haben gute Erfahrungen mit der Einbahnstraße gemacht“, meint Kindergartenleiterin Gabriele Rudkowski. Der Verkehr fließe geregelter, die Situation sei entspannter und sicherer geworden, weil die Kindergartenkinder nicht mehr die Straße überqueren müssten, das Durcheinander insbesondere beim morgendlichen Bringverkehr habe ein Ende gefunden. Dass der Schulbus als Ausnahmeregelung die Einbahnstraße in Gegenrichtung befahren dürfe, sei ein notwendiges Übel, mit dem man sich arrangieren könne. Zumindest zu den Kindergartenzeiten habe sie nicht festgestellt, dass die Autos ohne Gegenverkehr in der mit Kübeln und Tempo 30 verkehrsberuhigten Straße schneller fahren würden. Lediglich der Hol- und Bringverkehr für die Grundschüler in der Schulstraße habe leicht zugenommen, räumt Rudkowski ein.

„Die Einbahnstraße hat sich klar bewährt – auch aus Sicht vom Kirchenvorstand als Kindergartenträger und unserer Fraktion“, stimmt Bürgermeister Norbert Leineweber (CDU) mit Ordnungsamtsleiter Ansgar Papke überein. Anders sehen das die Bewohner der Dechant-Rexhausen-Straße, die in einer Eingabe fordern, die Probephase zu beenden und die Einbahnregelung aufzuheben. Das Verkehrsaufkommen in der Straße, die am Schulzentrum von der Laurentiusstraße abknickt, sei schon durch den Schulverkehr hoch gewesen, durch das Neubaugebiet Vogelsburg angewachsen und habe seit Start des Modellversuchs weiter zugekommen, die Einhaltung von Tempo 30 werden nicht kontrolliert, meint Berthold Schotte: „Es ist ein Ringverkehr entstanden, zu Stoßzeiten fahren die Autos wie auf einer Perlenschnur.“ Die Wohnqualität leide unter der Neuregelung, die Sicherheit für die Kinder sei nicht erhöht, das Problem mit parkenden Autos, Hol- und Bringverkehr nur verlagert worden.

Helmut Degener von der Gieboldehäuser Polizei zeigt zwar Verständnis für die Anwohner, meint aber auch, dass sich die Einbahnstraße eingespielt und bewährt habe: „Es ist ruhiger geworden, und in der Dechant-Rexhausen-Straße gibt es nun einmal keinen Kindergarten.“ Leineweber will noch einmal mit den Betroffenen sprechen und ihre Eingabe gegen die Einbahnstraße in der Verkehrsschau vorstellen, geht aber fest davon aus, dass es bei der Einbahnregelung bleibt.

Von Kuno Mahnkopf

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