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Thema Ehrenamt beim Erzählcafé in Waake

„Macht Spaß und hilft“ Thema Ehrenamt beim Erzählcafé in Waake

Freiwillig, unentgeldlich, für die Allgemeinheit, regelmäßig und mitunter auf unvorhersehbare Dauer – das sind nur einige Anforderungen, die eine ehrenamtliche Tätigkeit mit sich bringt. Verständlich also, dass die Anzahl der Menschen, die bereit sind, diesen Aufwand zu stemmen, abnimmt.

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Sabine Tolle (rechts) erzählt von ihrer Tätigkeit bei Oxfam.

Quelle: Richter

Waake. Über die schönen Seiten des selbstlosen Engagements, die Anerkennung, die Freude etwas bewegen zu können und Menschen glücklich zu machen, geht es beim Waaker Erzählcafé unter dem Motto „eine Sache der Ehre“.

Wieder gut besucht, etwas mehr als 30 Teilnehmer sind dabei, wartet das Erzählcafé mit spannenden Erfahrungsberichten und regen Unterhaltungen rund um das Ehrenamt auf. Mitinitiatorin der Zusammenkunft, Susanne Gunkelmann, ist sich sicher: „Das Thema geht uns alle an.“

„Wer denkt, sein Schrank ist zu voll, bringt Überflüssiges zu uns“, sagt Sabine Tolle, die von ihrer Tätigkeit bei Oxfam berichtet. Sie arbeite fünf Stunden wöchentlich im Göttinger Laden der Hilfsorganisation und unterstütze damit den Kampf gegen die Armut im afrikanischen sowie südostasiatischen Raum.

Im Oxfam-Shop würden abgegebene Sachspenden verkauft und der Erlös in Hilfsprojekte investiert. So unterstütze Oxfam aktuell die notleidende Bevölkerung in Nepal, die unter den Folgen des Erdbebens zu leiden hat. „Bei solchen Katastrophen sind wir auch dabei“, sagt Tolle.

Die nächste Erzählerin startet ihren Vortrag mit Charme und Humor. „Ich bin noch Vorkriegsware – produziert und geliefert, sag ich immer“, scherzt Jana Klein. Die ehemalige Schulleiterin hat bereits in frühster Kindheit den Wert von Arbeit erkannt – selbstständiges Denken und Handeln, als Grundfeste ihres Lebens begriffen.

Von ihrer ersten ehrenamtlichen Tätigkeit als Klassensprecher bis zu der Betreuung einer indischen Siedlung mit bedürftigen Kindern, hat sie eine Menge aus ihrem Leben zu berichten. Auch wenn sie viele Anstrengungen für andere Menschen in Kauf genommen hat, sie vermittelt den Eindruck, als hätte es sich für sie persönlich gelohnt.

Damit trifft sie, ohne es zu erzwingen, den Nagel auf den Kopf – das Ehrenamt belohnt zwar nicht mit Geld, aber mit Glückseligkeit. „Jeder Mensch kann für jemanden anderes zum Engel werden“, verspricht sie.

Susanne Hollerbaum, die die Patenschaft für ein brasilianisches Kind übernommen hat, fasst den Sinn des Ehrenamts zusammen: „Es macht Spaß und hilft.“

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©Richter