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Thema des Duderstädter Klosterfrühstücks: Stellung der Frau in der Gesellschaft

Von der Mutterrolle bis zum Modell Thema des Duderstädter Klosterfrühstücks: Stellung der Frau in der Gesellschaft

Beim ersten Klosterfrühstück im Ursulinenkloster nach der Sommerpause ging es um das Thema „Frauen in der Gesellschaft, früher und heute“.  Als Referentin hatte Sabina Mitschke, Leiterin der Veranstaltung, die Duderstädter Gleichstellungsabeauftragte Evi Stellhorn eingeladen.

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Evi Stellhorn diskutiert mit Teilnehmerinnen des Frühstücks.

Quelle: Thiele

Duderstadt. „Die Werbung spiegelt die Stellung  der Frau in allen Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts wider“, sagte Stellhorn und gab einen kurzen Rückblick als Vergleich. So wurde seit Beginn des 20. Jahrhunderts die Frau zunächst als adrette Hausfrau dargestellt, die mit ihren Aufgaben, die Kinder großzuziehen, das Haus sauber zu halten und dem Ehemann zu gefallen, Erfüllung erlangen sollte. Stellhorn zeigte Waschmittelwerbung von 1910 – die „weiße Frau“ hatte rundliche Formen – und verglich sie mit den dürren Modells wie Twiggy in den 70er Jahren.

„Als Mutterschaft und Haushaltsführung als weibliche Werte geschätzt wurden, sahen die Frauen in der Werbung auch mütterlich aus“, sagte Stellhorn. Allerdings hatten die Frauen früher deutlich mehr Bewegung als die Frau von heute. „Früher hat eine Frau etwa 1500 Kalorien pro Tag aufgenommen und etwa 1000 davon bei der Hausarbeit verbraucht. Heute nehmen Frauen durchschnittlich 2200 Kalorien pro Tag auf und verbrauchen etwa 500“, verglich sie die Lebensgewohnheiten durch einen veränderten Arbeitsalltag.

An den Tischen diskutierten die Teilnehmerinnen des Klosterfrühstücks über ihre eigenen Erfahrungen. Einige erinnerten sich an ihre Elterngeneration, wo die Hausarbeit ohne technische Hilfsmittel noch großen körperlichen und zeitlichen Aufwand erforderte. Für Mütter sei der Gang zum Frisör schon ein seltenes Higlight gewesen. Bis in die 70er-Jahre hinein war die Kittelschürze die Alltagskleidung der Frauen. Für Sport blieb kaum Zeit, heute gehört er zum Alltag. Das Idealbild der mütterlichen Frau habe sich gewandelt in das Idealbild der sportlichen Karrierefrau, so Stellhorn.

Das nächste Klosterfrühstück findet am Donnersstag, 19. November, ab 9 Uhr im Ursulinenkloster statt. Das Thema heißt „Weise und mutige Frauen in der Bibel“ mit Beatrix Michels.

Von Claudia Nachtwey

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