Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Großer Schatz

Theologe gestaltet Abend zum Thema Herzensgebet Großer Schatz

Das Herzensgebet als alte christliche Meditation ist am Dienstag ein Gesprächsthema im Zentrum für Kirchenentwicklung gewesen. Der Theologe Ricardo Wichert hat für Interessierte einen Abend zu dieser Form des Gebets gestaltet, das eine lange Tradition hat.

Voriger Artikel
114 dänische Stimmen erfüllen Basilika
Nächster Artikel
Führungen durch Bundestags-Ausstellung
Quelle: dpa (Symbolbild)

Duderstadt. Ziel sei es, immer im Gebet zu sein, „mit Christus beständig zu leben und sich bewusst zu machen, dass Christus da ist“, sagte der theologische Mitarbeiter an der Duderstädter Pfarrei St. Cyriakus und fügte hinzu: „Gott ist immer da, aber wir sind nicht immer bei Gott.“ Praktizieren lasse sich das Herzensgebet zum einen in komtemplantiver Form, in dem man sich in eine Ecke zurückziehe und bewusst dafür Zeit nehme und zum anderem könne es in den Alltag integriert werden. „Ich benutze es auch vor Prüfungssituationen“, sagte der 27-Jährige.

Die Geschichte dieser Gebets, das mit dem Herzschlag und Atmen in Verbindung stehe, lasse sich bis ins dritte Jahrhundert nach Christi Geburt zurückverfolgen, so Wichert. Spuren würden zu den Wüstenvätern in Ägypten und Syrien führen. Große Verbreitung habe es in der orthoxen Kirche. Im Bereich des Berg Athos in Griechenland hätten es die Mönche in den Klöstern ständig praktiziert, um so zur inneren Ruhe zu finden. In der katholischen Kirche habe es keine so große Verbreitung gefunden, obwohl es ein „großer Schatz“ sei.

Der Theologe hat sich nach einem kurzen geschichtlichen Exkurs mit den Teilnehmern einige Bibelstellen angeschaut und über Unterschiede zum Jesusgebet gesprochen. Einige Texte von Mönchen, die auf dem Berg Athos gelebt haben, sind ein weiteres Thema gewesen, bevor die Besucher ein Herzensgebet praktizierten und dabei erfuhren, wie wichtig die Atementspannung ist, die dabei helfe, zur Ruhe zu kommen und die Gedanken los zu lassen. art

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Herbstfest in Rhumspringe

©Richter