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Tierschützer bangen um Duderstädter Tierheim

Tag der offenen Tür mit Tiersegnung und Tombola Tierschützer bangen um Duderstädter Tierheim

Duderstadt. Die finanzielle und personelle Situation des Tierschutzvereines Duderstadt und Umgebung spitzt sich zu. Nur dank vieler Helfer ist der Betrieb des Tierheims an der Mühlhäuser Straße außerhalb der Ortslage noch möglich. Das verdeutlichte Vorsitzende Alenka Ehrhardt beim Tag der offenen Tür am Sonntag.

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Besorgte Blicke beim Tag der offenen Tür im Tierheim.

Quelle: Pintschak

Zu den rund 200 Besuchern gehörte auch Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) und dankte für die im Tierheim geleistete Arbeit, zu der die Unterbringung von Fundtieren als öffentliche Aufgabe gehört. Von der Stadt Duderstadt, den Samtgemeinden Gieboldehausen und Radolfshausen sowie der Gemeinde Sonnenstein erhält der Verein dafür jährlich rund 12 000 Euro.

Dem stehen Ausgaben von mehr als 50 000 Euro gegenüber, sagt Schatzmeisterin Anja Bartels. Trotz 250 Mitgliedern und Sponsoren sei das Geld mehr als knapp. In Gesprächen mit den Gemeinden und Sponsoren werde zurzeit nach Lösungen gesucht.

Die Reserven sind aufgebraucht, durch Abschaffung von Bürgerarbeitern und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen drei komplette Stellen entfallen, die Notaufnahme reicht vor allem in der Wurfzeit nicht aus, und jetzt hat auch noch der Tierheim-Kombi den Geist aufgegeben.

Alle Fahrten erfolgen mit Privatwagen, Fotografin Heike Seideneck unterstützt mit ihren Aufnahmen für die Homepage die Vermittlung von Tieren, Michaela Kleemann betreut die Problemhunde und hilft, wo es nur geht. Eine Ausbildung in Kleemanns Hundeschule bei Seeburg absolviert Simone Bendroth, die beim Tag der offenen Tür Clicker-Training für die Hundeerziehung demonstrierte: „Es geht nicht mehr wie früher nur um Gehorsam, sondern um positive Verstärkung.“

Verstärkung kann auch der Verein gebrauchen. „Wir sind für jeden weiteren Helfer dankbar, können Krankheits- und Urlaubszeiten sonst nicht abdecken“, sagt Ehrhardt: „Die Lage ist dramatisch. Wenn wir keine Hilfe bekommen, können wir das Tierheim nicht mehr halten.“ Dort sind derzeit 15 Hunde – zur Hälfte Pflegehunde – und 60 Katzen untergebracht, weitere Katzen auf private Pflegestellen verteilt.

Beim Tag der offenen Tür mit Tortenbüffet, Tombola (Hauptpreise: Strandkorb und Segway-Tour), Flohmarkt, Kinder-Bastelecke und DJ vertreten waren neben der Tier-Fotografin Seideneck auch Tierartikel-Anbieter wie der Gieboldehäuser Hundesalon 4 Pfoten mit Shampoo und Fleece-Decken für Hunde und die Futterluke aus Osterode mit Kauknochen und -dragees in allen Varianten. Zudem gab es geistlichen Beistand: Pfarrer Hans-Karl Janotta kam zur Tiersegnung samt Fürbitten: „Hilf uns, die Tiere als deine Geschöpfe anzunehmen und zu achten.“

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©Richter