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Tiftlingeröder unterstützen Sänger aus Gernrode bei Weihnachtskonzert

Jubiläumsjahr endet musikalisch Tiftlingeröder unterstützen Sänger aus Gernrode bei Weihnachtskonzert

Zum Abschluss der Jubiläumsfeierlichkeiten in Gernrode haben Chorsänger aus Tiftlingerode in der Pfarrkirche St. Stephan gastiert. Gemeinsam mit den Sängern aus Gernrode gaben sie ein Weihnachtskonzert.

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Stimmgewaltig: Vereinigte Eichsfelder Chöre in der Pfarrkirche Gernrode.

Quelle: Mühlhaus

Gernrode. Zur Filmmusik von Rachel Portman zogen die Frauen und Männer der vereinigten Eichsfelder Chöre am Sonntag in die Pfarrkirche ein. Schon beim ersten Lied „Hoch tut euch auf“, einem Chorsatz aus dem 18. Jahrhundert, wurde deutlich, dass die Besucher im Gotteshaus ein Konzert eines stimmgewaltigen Klangkörpers erleben würden. 90 Chormitglieder aus Gernrode und Tiftlingerode widmeten sich  im ersten Teil ihres Konzerts unter dem Motto „Tochter Zion, freue dich“ geistlicher Chormusik aus Vergangenheit und Gegenwart. So ging es mit dem Lobgesang „Magnificat“ weiter, bevor mit „Tochter Zion“ und „Gelobt sei der da kommt“, ein achtstimmiges doppelchöriges Stück folgte. Der erste Teil des Konzerts, das unter der Leitung von Rolf Berend und Heidi Berend stand, endete mit dem Stück „Sunny light of Bethlehem, oh sunny light of joy“, einem Weihnachtslied von Lorenz Mayerhofer.

Instrumentalmusik junger Gernröder stand im Mittelpunkt des zweiten Teils des Weihnachtskonzerts. So erklang das „Halleluja“ von Leonard Cohen, das Magdalena Nolte auf der Flöte und Vanessa Dettenbach auf der Gitarre vortrugen, bevor Madlen und Sarah Brodmann das Stück „Winter“ aus Antonio Vivaldis bekanntestem Werk „Vier Jahreszeiten“ vortrugen. Beim Gesangssolo und dem Lied „Marys boy child“, bestach Rolf Berend mit seiner Baritonstimme. Er war es auch, der eines der bekanntesten deutschen Weihnachtsgedichte „Knecht Ruprecht“ von Theodor Storm rezitierte. Wie Berend betonte, heiße es nach den Eingangsversen, „Von drauss´ vom Walde komm ´ich her...“, im Gegensatz zur weitverbreiteten Fassung „Ich muss nur noch in diese Stadt, wo´s eitel gute Kinder hat“ im eigentlichen Originaltext „Ich muss nur noch nach Heiligenstadt, wo´s eitel gute Kinder hat“.  

„Zur Weihnachtsfeier im Jahr 1860 im Heiligenstädter Rathaus wurde das Gedicht vom Bruder Theodor Storms, dem Gärtnermeister Otto Storm, das erste Mal vorgetragen“, so Berend. Bekannte Weihnachtsweisen aus anderen Ländern bestimmten den Abschlussteil des Konzerts. So sang der Chor, das aus England stammende Lied „Fröhliche Weihnacht“ sowie das amerikanische Weihnachtslied „Little drummer boy“, das auf der ganzen Welt in unzähligen Versionen und unterschiedlichen Musikarten aufgeführt wird. Wie Christiane Farke, die gemeinsam mit Gerhard Riechel durchs Programm führte, berichtete, handelt das Stück von einem kleinen Buben, der begeistert mit seiner Trommel dem Christuskind aufspielt. Den Part des kleinen Trommlers übernahm am Sonntag Gilbert Kaltenhäuser.

„Time to share, time to giving“ - „Zeit zu teilen, Zeit zu geben“, hieß es im Lied „Because it´s Christmas“, einem der Letzten Stücke des Konzerts. Genau das haben die vereinigten Eichsfelder Chöre am Sonntag gelebt und mit den Besuchern 120 Minuten Weihnachtsfreude geteilt und dabei alles gegeben.

Die gesamte musikalische Klavierbegleitung des weihnachtlichen Konzerts übernahmen Johannes Beckmann und Mario Berend.

Von Gregor Mühlhaus

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