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Tradition in ältester Malerwerkstatt setzt sich fort

Malermeister Sebastian Burchard Tradition in ältester Malerwerkstatt setzt sich fort

135 Jahre nach Firmengründung schreibt die Malerwerkstatt Burchard, die älteste Malerwerkstatt in Duderstadt, ein neues Kapitel Firmen- und Familiengeschichte: Sebastian Burchard tritt die Nachfolge seines Vaters Ulrich an. Von einem Malermeister auf den anderen gehen die Geschäfte über.

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Familientradition: Angelika und Ulrich Burchard freuen sich mit ihrem Sohn Sebastian über den Betrieb der Malerwerkstätte.

Quelle: Thiele

Mit Stolz verfolgen und begleiten Angelika und Ulrich Burchard den beruflichen Werdegang ihres Sohnes, der sich in Duderstadt inzwischen einen Namen als „Schützen-Maler“ gemacht hat. Fritz Röling hat dem 33-jährigen Handwerksmeister Sebastian Burchard vor fünf Jahren die Aufgabe für das Malen der Schützenscheiben übertragen. Zirka 50 Scheiben hat der Duderstädter Handwerksmeister bereits für die Schützengesellschaft sowie für weitere Anlässe geschaffen.

Es sei an der Zeit gewesen, die Verantwortung für den Betrieb weiterzugeben, erläutern die Eltern, die ihrem Sohn weiterhin unterstützend zur Seite stehen. Auch Tochter Daniela arbeitet im „Farbenhaus Burchard“, wie über dem Schaufenster in der Steintorstraße 39 geschrieben steht, seit vielen Jahren mit. Schließlich wird in der Malerwerkstätte Burchard Familientradition groß geschrieben.

Am Freitag jährt sich zum 135. Mal der Gründungstag des Familienunternehmens, dessen Ursprung in Tiftlingerode liegt. Am 15. Oktober 1875 gründete dort Karl Burchard den Betrieb. Um die Jahrhundertwende kaufte er dann in der Jüdenstraße 6 in Duderstadt ein Haus und verlagerte den Firmensitz.

Im Jahre 1910 übernahm Karl-Ludwig Burchard das Unternehmen. Ein Jahr zuvor hatte er bereits die Häuser Steintor Nr. 475 und 476 von Bäckermeister Gödecke gekauft. Karl-Heinrich Burchard übernahm die Firma im Jahr 1951 und führte sie bis zu seinem Tod 1970 fort. Seitdem führte Malermeister Ulrich Burchard den Betrieb. Mit Sebastian Burchard, der bereits 1999 seinen Malermeister-Lehrgang als einer der Jüngsten bestanden hatte, wird die Tradition nun fortgesetzt.

Stets spielte die Ausbildung von Lehrlingen in der Malerwerkstatt Burchard eine große Rolle. „Über 150 Auszubildende haben bei uns das Handwerk gelernt“, berichtet Ulrich Burchard. Bekanntheit über das Eichsfeld hinaus erwarben sich Burchards in allen Generationen auch als Kirchen- und Dekorationsmaler. Zurzeit stehen am Geschäftshaus in der Steintorstraße selbst Malerarbeiten an. Das Geschäft bleibt geöffnet. Wie in all den Jahrzehnten, ist Familie Burchard für ihre Kundschaft da.

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©Richter