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Mit 17 Stundenkilometern im Konvoi

Treckerfreunde Harber in Göttingen und Duderstadt Mit 17 Stundenkilometern im Konvoi

 "Der Weg ist das Ziel", sagt Hinrich Stulle von den Treckerfreunden Harber. Die sind am Freitag im Landkreis Peine zu ihrer jährlichen Tour gestartet – mit 14 historischen Traktoren im Konvoi. Drei Tage sind sie unterwegs und besuchen unter anderem Göttingen, Duderstadt, Northeim und Einbeck.

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Quelle: r

Duderstadt. "Wir bekommen einen ganz anderen Blick auf die Landschaft", so Stulle, der im Sehnder Ortsteil Dolgen lebt. Und das nicht nur, weil sie höher sitzen. Sie würden vor allem durch das gemächliche Tempo die Eindrücke viel intensiver erleben. "Das ist Entschleunigung pur", erklärt er und bedauert im Vorfeld, dass er in diesem Jahr auf das "Wochenende mit gleichgesinnten netten Menschen" verzichten müsse.

Idee "aus Jux und Tollerei"

Organisiert hat die Tour wie immer Ernst Ebeling aus Harber, einem Ortsteil von Hohenhameln. "Am ersten Tag fahren wir etwa 118 Kilometer und übernachten in der Jugendherberge in Göttingen", erklärt der ehemalige Verwaltungsfachangestellte. Entstanden sei die Idee zu den jährlichen Touren "aus Jux und Tollerei", sagt er. In diesem Jahr seien sie zum zehnten oder elften Mal unterwegs. 2016 waren sie in Hann. Münden, hätten aber auch schon Magdeburg, Wolfsburg, Quedlinburg, die Lüneburger Heide und die Gegend rund um den Flughafen Hannover erkundet.

Im Trecker-Konvoi über die Köhlbrandbrücke

Die Treckerfreunde sind eigentlich immer drei Tage unterwegs. Nur einmal sind sie einen Tag länger gefahren. "Da waren wir in Hamburg", erzählt Ebeling von ihrer Tour über die Köhlbrandbrücke – natürlich im Treckerkonvoi. "Das hatten wir aber vorher mit der Polizei abgesprochen." Die Beamten hatten gebeten, dass sie dies Vorhaben an einem Sonntag umsetzen, weil dann kein Lkw-Verkehr auf der Brücke sei. Und auch wenn sie nur mit rund 20 Stundenkilometern fortbewegen, habe ihnen noch niemand die Faust gezeigt oder gehupt. "Wir versuchen, dass wir möglichst niemanden lange blockieren", sagt Ebeling.

Berühmtes Dorf

Auch für die diesjährige Ausfahrt hat der Rentner wieder einen interessanten Streckenverlauf zusammengestellt. So orientieren sich die Treckerfahrer nach der Übernachtung in Göttingen nach Südosten in Richtung Thüringen. "Ein Ziel ist zum Beispiel Böseckendorf, das ja durch die Massenflucht eine gewisse Berühmtheit erlangt hat", so Ebeling. Von dort gehe es weiter durch Duderstadt in Richtung Grenzlandmuseum. Nach der Mittagspause in Gerblingerode sei unter anderem Katlenburg-Lindau ein weiterer Ort auf dem Weg nach Northeim, wo sie nach 107 Kilometern übernachten wollen.

Leidenschaft schweißt zusammen

"Wir sind eine Truppe von etwa 15 Leuten", sagt Ebeling. Zwischen ihnen stimme die Chemie. "Wir haben uns noch nie richtig gestritten." Dabei seien in ihrer Gruppe unterschiedlichste Berufsgruppen vertreten – vom Autobahnpolizisten über einen stellvertretenden Kraftwerksleiter bis zu Lkw-Fahrern und natürlich Landwirten. Die Leidenschaft für ihre Trecker würde sie zusammenschweißen.

Durchschnittstempo: 17 bis 18 Stundenkilometer

"Der älteste Trecker im Konvoi ist ein 61 Jahre alter Fendt", so Ebeling, der mit einem Güldner an der Spitze fährt. Zu sehen seien aber auch Traktoren der Marken Porsche, Hanomag, Deutz, Ferguson, Eiche und MAN. Und so fahren sie auch am dritten Tag mit einem Durchschnittstempo von 17 bis 18 Stundenkilometern durch die Lande, auf dem Heimweg über Einbeck zurück in den Landkreis Peine, wo sie am Sonntagnachmittag nach weiteren 104 Kilometern ankommen wollen.

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©Richter