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Trinkwasser im Eichsfeld wird teurer

Höhere Kosten bei sinkendem Verbrauch Trinkwasser im Eichsfeld wird teurer

Die gute Nachricht zuerst: Nach jahrelanger Aufwärtsspirale bleibt der Strompreis bei den Eichsfelder Wirtschaftsbetrieben (EWB) 2015 das dritte Jahr in Folge stabil. Die schlechte Nachricht: Das Trinkwasser im Eichsfeld wird im kommenden Jahr teurer.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Duderstadt. Im Gegensatz zum Strom ist der Wasserpreis des regionalen Versorgers, der die Haushalte im Altkreis Duderstadt über 320 Kilometer Leitungsnetz mit Trinkwasser aus der Rhumequelle und Tiefenbrunnen versorgt, eine relativ verlässliche Größe.

Der Arbeitspreis ist seit Jahrzehnten konstant, nur die Zählergebühr wurde vor drei Jahren schon einmal erhöht. Am Montag hat der EWB-Aufsichtsrat beschlossen, den Grundpreis erneut anzuheben – von derzeit 4,85 Euro pro Monat auf 6,45 Euro pro Monat. Das sind jährlich knapp 27 Euro mehr, eine Steigerung um zwölf Prozent. Voraussichtlich wird zudem der Arbeitspreis zum Jahreswechsel steigen – von 1,25 Euro auf 1,30 Euro pro Kubikmeter Wasser.

Als Grund dafür nennt EWB-Geschäftsführer Markus Kuhlmann die vom Land Niedersachsen geplante Erhöhung des Wasserentnahme-Entgeltes, über die der Landtag in den kommenden Tagen entscheidet.  Die Grundgebühr muss laut Kuhlmann wegen der Entwicklung der Demografie und der Tarifgehälter angehoben werden: „Immer weniger Menschen verbrauchen immer weniger Wasser, während 40 Jahre alte Leitungen unterhalten werden müssen und die Personalkosten steigen.“ Der Wasserverbrauch im Eichsfeld ist von 2,021 Millionen Kubikmetern in 2009 auf 1,964 Millionen im vergangenen Jahr zurückgegangen.

Während andere Energieversorger wie die Göttinger Stadtwerke zum Jahreswechsel den Strompreis senken, bleibt er bei den EWB konstant. „Dafür haben wir Anfang dieses Jahres nicht erhöht, als fast alle anderen Anbieter wegen der steigenden Umlage für das Erneuerbare-Energien-Gesetz den Strompreis erhöht haben“, sagt Kuhlmann. Im gebräuchlichsten EWB-Privatkundentarif  kostet die Kilowattstunde weiterhin  26,60 Cent. Konstant bleiben auch die Preise für die Nahwärme, mit der neben Schulzentrum und Stadthaus das Wohngebiet Siebig beheizt wird – obwohl die EWB in eine neue Wärmeleitung und einen dritten Heizkessel rund 250 000 Euro investiert haben.

Die Kosten für Heizstrom senken die EWB um rund zehn Prozent. Das betrifft bislang lediglich 120 Kunden mit Nachtspeicherheizung und Wärmepumpen in der Kernstadt und Gerblingerode, im Zuge der Marktliberalisierung werden jetzt aber auch darüber hinaus Heizstromkunden rekrutiert.

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©Richter