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Trittin und Schwedhelm kritisieren Kostensteigerung bei Ortsumgehung

Deutlich teurer als geplant Trittin und Schwedhelm kritisieren Kostensteigerung bei Ortsumgehung

Bezug nehmend auf eine kleine Anfrage an die Bundesregierung verweisen der Bundestagsabgeordnete Jürgen Trittin (Bündnis 90 / Die Grünen) und der Duderstädter Stadtratsabgeordnete Hans-Georg Schwedhelm (Bündnis 90 / Die Grünen) auf die um 40 Prozent höheren Kosten beim Bau der Ortsumgehung Westerode.

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Jürgen Trittin

Quelle: EF/Archiv

Duderstadt. „Jetzt ist es amtlich: Nach der Ortsumgehung Barbis, Waake wird nunmehr auch die Ortsumgehung Westerode deutlich teuer als geplant“, kommentiert Trittin die Antwort auf die Anfrage, die er gemeinsam mit anderen Abgeordneten gestellt hatte.

 
„Die aktuell genehmigten Kosten betragen 17,1 Millionen Euro, wobei der Bundesanteil 16,6 Millionen beträgt“, hatte Enak Ferlemann (CDU), Parlametarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, die erste der insgesamt 24 Fragen beantwortet. Die Kostensteigerungen seien vor allem den allgemeinen Kostenerhöhungen / Baupreisindex zuzuschreiben sowie der Umverlegung von Leitungen, die nicht in den Bestandsunterlagen enthalten waren. „Zudem ergaben sich Mehrkosten aufgrund schwieriger Bodenverhältnisse, die aus dem Bodengutachten im Vorfeld nicht ableitbar waren, sowie veränderter Oberbaubefestigungen von Wirtschaftswegen, die aus Festlegungen des Flurbereinigungsverfahrens Westerode-Duderstadt resultieren und im Vorfeld nicht bekannt waren“, schreibt Ferlemann weiter.

 
Bei ursprünglich 11,8 Millionen Euro entspreche das einer Kostensteigerung von 5,3 Millionen Euro oder rund 45 Prozent, rechnet der ehemalige Bundesumweltminister Trittin vor und trägt dabei seine Bedenken für die Zukunft vor: „Auch unsere Befürchtungen für den Südteil der Ortsumgehung Duderstadt bis zur Landesgrenze bewahrheiten sich: Die Bundesregierung gibt auf Nachfrage jetzt bereits Baukosten in Höhe von 37 Millionen Euro an. Bisher war hier von 32 Millionen Euro die Rede.“ Und er bezweifelt, dass dies bereits „das Ende der Fahnenstange“ sei: „Schließlich liegen hier mit dem Pferdebergtunnel deutlich schwierigere geologische Verhältnisse vor.“

 
„Wir haben Westerode noch als vertretbare Ortsumgehung angesehen, da hier das Verkehrsaufkommen vergleichsweise hoch ist und die Auswirkungen durch den Bau sich in Grenzen halten“, ergänzt Schwedhelm. Wir halten den Südteil der Ortsumgehung Duderstadt wegen der geringeren und abnehmenden Verkehrsbelastung nicht für bauwürdig.“ Er kündigt an, auch juristische Schritte zu unterstützen, „um die jetzige Planung endlich vom Tisch zu bekommen.“

 

von Rüdiger Franke

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