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Tuschling: „Die Schule steht nicht vor dem Aus“

Doppelstrategie Tuschling: „Die Schule steht nicht vor dem Aus“

Es geht hier weiter.“ Diese Botschaft wiederholt die Leitung der Berufsbildenden Schulen (BBS) Duderstadt um Timo Tuschling derzeit immer wieder – gegenüber Schülern und Eltern, im Kollegenkreis, im Gespräch mit Partnern am Standort.

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Arbeit an fester Basis für die BBS Duderstadt: Die Schulleitung hat konkrete Vorschläge zur Sicherung des Standorts.

Quelle: EF

Sinkende Schülerzahlen haben die Sorgen um die BBS wachsen lassen, bis zunächst leise, zuletzt sehr deutlich ihre Zukunft in Frage gestellt wurde. „Die Schule steht nicht vor dem Aus“, stellt Tuschling nun fest.

Im Gespräch mit dem Tageblatt räumen der Schulleiter und sein Vertreter Friedel Nolte Gefahren für die BBS in ihrer jetzigen Form ein. Gleichzeitig erläutern sie konkrete Pläne für einen Umbau der Schulen und verweisen auf breite Unterstützung und weit vorangeschrittene Bemühungen bei der Umsetzung.

Beide sind von der Wirksamkeit und der Verwirklichung ihrer Vorschläge überzeugt.„Wir gehen davon aus, dass zu Beginn des nächsten Schuljahres die Schülerzahl nicht mehr sinkt“, wagt Nolte eine Prognose.

Tuschling verneint eine Gefährdung der BBS selbst beim derzeitigen Stand von 760 Schülern. Das Problem sei, dass diese sich auf zu viele Ausbildungsbereiche verteilten. Die Schulleitung setzt deshalb auf eine Doppelstrategie: Die Steigerung der Schülerzahl („900 sind das Ziel“) und die Konzentration auf zukunftsträchtige, in der Region nachgefragte Ausbildungsgänge.

Konkret streben die BBS Duderstadt die Bildung von Schwerpunkten bei den Berufsschulen an. Das könne durch die Abstimmung der fünf BBS des Landkreises geschehen. Statt konkurrierender Angebote in Göttingen, Hann. Münden und Duderstadt mit jeweils einer kleinen Zahl von Schülern sollten einzelne Bereiche an bestimmten Standorten konzentriert werden. Dazu gebe es die Bereitschaft an den anderen Schulen, berichtet Tuschling von Gesprächen mit deren Leitungen. Die Umsetzung dieser Vorschläge sei jedoch eine politische Entscheidung, sagt er mit Verweis auf den Kreistag.

Flankiert werden soll diese Konzentration bei den Berufsschulen durch starke Fachoberschulen in Duderstadt. Für die überwiegend jüngeren Vollzeitschüler solle wohnortnah ein breites Angebot bereit gehalten und gesichert werden. Dazu müssten mehr Schüler am Standort Duderstadt bleiben, anstatt beispielsweise nach Göttingen zu wechseln. Auch da gebe es bereits Absprachen. Zwar zähneknirschend, aber konsequent bei der Sicherung aller fünf BBS im Landkreis hätten die anderen Schulleitungen eine Kooperation zugesagt, berichtet Tuschling. Es gehe nicht um den Erhalt der BBS Duderstadt um ihrer selbst willen, erklärt Nolte. „Das ist von den Schülern her gedacht“, die ein qualitativ hochwertiges Angebot am Standort vorfinden sollten.

Bei ihren Vorschlägen stützten sie sich auf ein motiviertes Kollegium, betont Tuschling. Keine Krisenstimmung? „Nein“, antwortet Nolte bestimmt. Auch arbeiteten die BBS an einem „Duderstädter Modell“, einer engen Kooperation mit allen weiterführenden Schulen im Untereichsfeld.

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