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Tuschling wird neuer Chef der Berufsschule

46-Jähriger übernimmt Leitung Tuschling wird neuer Chef der Berufsschule

Seit gestern haben die 55 Lehrer und 830 Schüler der Berufsbildenden Schulen (BBS) Duderstadt einen neuen „Chef“, wie er sich selbst nannte: Unprätentiös nutzte Timo Tuschling die Mittagspause, um sich dem im Lehrerzimmer versammelten Kollegium als Schulleiter vorzustellen. Nur gut drei Monate nach dem Ausscheiden des langjährigen Schulleiters Hans Rose und kommissarischer Leitung durch Stellvertreter Friedel Nolte ist die A-16-Stelle damit neu besetzt.

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Amtsantritt im Lehrerzimmer: Tuschling, Kowallick, Nolte und Wucherpfennig (von links).

Quelle: Pförtner

Mit seiner Ernennungsurkunde und dem zuständigen Dezernenten der Landesschulbehörde an Bord ist Tuschling direkt von der Autobahn ins Lehrerzimmer, vom Behördensitz Braunschweig an die Brehme gerutscht. Die Duderstädter BBS kannte der 46-Jährige bislang nur von einer Dienstbesprechung, bei der er sich als Bewerber vorstellte. „Ich weiß noch nicht einmal, wo die Toilette ist“, bekannte Tuschling, der gerne „Tacheles redet“. Als einen Schwerpunkt nannte er an seinem ersten Dienst-Tag am Montag angesichts demografischer Entwicklung und sinkender Schülerzahlen die Schülerwerbung. „Da brennt die Hütte“, habe es bei seiner Bewerbung im Kollegenkreis über den Außenstandort Duderstadt gehießen. Über Antrittsbesuche hinaus wird sich Tuschling bei der erstmals von der BBS selbst ausgerichteten Berufsfindungsbörse am 13. November der Öffentlichkeit vorstellen.

Der in Berlin geborene, aber im Heide-Dorf Scharnebeck aufgewachsene 46-Jährige stammt aus einer Lehrerfamilie, hat zwei Kinder und wohnt in Göttingen. Neben einer Banklehre kann Tuschling auf 20 Jahre Berufserfahrung als Lehrer zurückblicken – mit Wirtschaft und Französisch als Schwerpunktfächern. 16 Jahre lang hat der auch in der Lehrerausbildung tätige Handelslehrer an der Göttinger Arnoldi-Schule unterrichtet, dort seit sieben Jahren das Fachgymnasium Wirtschaft geleitet. „Ich bin nicht nur Schulmanager, sondern in meiner Seele Lehrer“, sagt Tuschling, der mit der vier Ausbildungsbereiche bündelnden Schule in Duderstadt Neuland betritt: „Entscheidend ist guter Unterricht.“ Mit Konzentration auf ihre Stärken solle die BBS Duderstadt langfristig regionales Kompetenzzentrum bleiben.
Überzeugt zeigt sich Schulbehörden-Dezernent Dirk Kowallick, dass Tuschling als „schulerfahrener Pragmatiker mit hoher Sozialkompetenz, Visionen und Ideen“ aktuelle Herausforderungen und veränderte Rahmenbedingungen meistern, den eigenverantwortlichen Weg der Schule optimieren werde. Die Existenzsicherung der Außenstandorte nannte Kreisschuldezernent Franz Wucherpfennig als große Erwartung des Schulträgers.

Ohne großen Aufwand habe Tuschling die Pause für seine Einführung genutzt, um sich frisch ans Werk zu machen, merkte Wucherpfennig an. Sowohl Wucherpfennig als auch Nolte und Kowallick hoben das schnelle Verfahren zur Wiederbesetzung der Stelle sowie das klare Votum für Tuschling auf allen Entscheidungsebenen hervor.

Von Kuno Mahnkopf

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