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Überfall auf Schmuckladen: Frau verletzt

Täter flieht mit Beute Überfall auf Schmuckladen: Frau verletzt

Mit vorgehaltenem Messer hat ein unbekannter Täter am gestrigen Mittwoch, 6. April, in einem Juweliergeschäft in der Duderstädter Marktstraße Schmuck im Wert von mehreren tausend Euro erbeutet. Die 29-jährige Angestellte der Filiale des Uelzener Unternehmens Schwarz-Rot-Gold wurde leicht verletzt.

Am Tatort herrschte wenige Stunden nach dem Raub immer noch Chaos: Ein Rollo zum hinteren Teil des Ladens baumelte halb abgerissen in seiner Verankerung, die Hälfte der Schaukästen war leer. Eine eilends herbeigerufene Verkäuferin räumte sichtlich angeschlagen die Überreste beiseite.

Mit getönter Brille, den Kragen der dunklen Sportjacke bis zur Nase hochgeschlagen, hatte der maskierte Unbekannte um 13.40 Uhr, kurz vor Ende der Mittagspause, das auf den Ankauf von Schmuck spezialisierte Geschäft betreten. Er bedrohte die allein anwesende Mitarbeiterin mit dem Messer und forderte das Bargeld.

Die junge Frau hantierte gerade mit einer Säure, mit der die Echtheit von Edelmetallen überprüft wird. Der Tisch, auf dem die Flüssigkeit stand, kippte um, und die Säure spritzte auf die Haut der Angestellten. Ob er absichtlich umgestoßen wurde oder es sich um einen Unfall handelte, sei unklar, erklärte Polizeisprecherin Jasmin Kaatz.

Die 29-Jährige aus Herzberg händigte dem Räuber mehrere Behältnisse mit angekauftem Gold- und Silberschmuck aus. Mit der Beute flüchtete der Mann zu Fuß in unbekannte Richtung. Die verletzte Frau rettete sich nach Tageblatt-Informationen in ein nahegelegenes Café. Mitarbeiter wuschen ihr die Säure ab und verständigten die Polizei. Eine sofort eingeleitete Fahndung nach dem Täter verlief ergebnislos. Die Schmuckverkäuferin aus Herzberg kam in ein Krankenhaus, wurde jedoch nach ambulanter Behandlung wieder entlassen.

In der Nachbarschaft des Tatortes zeigt man sich beunruhigt. „Wenn man das hört, ist man geschockt“, meinte die Inhaberin des angrenzenden Juweliergeschäftes „Glanzstück“, Anke Weinrich. Sie war zur Tatzeit nur nicht vor Ort, weil ihr Geschäft über Mittag bis 15 Uhr geschlossen hat. „Wer weiß, was sonst passiert wäre.“ Angst habe sie jedoch nicht. „Da kann man ja sonst gleich wieder zu machen“, so die Geschäftsfrau, die sich erst vor zwei Wochen selbstständig gemacht hat.

In der Zentrale der Schwarz-Rot-Gold Schmuckvertriebs GmbH mit Sitz in Uelzen zeigte man sich geschockt. Das Unternehmen betreibt mehr als 15 Filialen in Norddeutschland. Die Polizei fandet nach dem Täter und liefert folgende Beschreibung: zirka 1,80 Meter groß, kräftige Figur, dunkler Teint, Zwei-Tage-Bart, mit dunkelblauem Käppi mit ausgefranstem Schirm, Brille mit dunklen Gläsern (keine Sonnenbrille), dunkler Sportjacke mit hellen Streifen an den Seiten und langem Kragen, sprach Deutsch mit ausländischem Akzent.

Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei Duderstadt entgegen unter Telefon 0 55 27 / 9 80 10.

epw

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