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Umbau des Gesundheitssystem ist auf dem Weg

22. Duderstädter Gespräche Umbau des Gesundheitssystem ist auf dem Weg

Wohin steuert das deutsche Gesundheitssystem? Diese Frage stand im Mittelpunkt der 22. Duderstädter Gespräche, zu denen sich am Donnerstag und Freitag, 3. und 4. März, rund 150 interessierte Gäste im Kolping-Ferienparadies auf dem Pferdeberg eingefunden hatten.

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Bausteine der medizinischen Versorgung: Qualität und Solidarität stehen im Mittelpunkt des Forderungskataloges.

Quelle: Christians (dpa)

Unter der Fragestellung „Ist Gesundheit noch bezahlbar – Zukunft: Zwei-Klassen-Medizin?“ ergab sich unter der Moderation der Göttinger NDR-Redakteurin Ute Andres eine lebhafte Diskussion, die mit der Verabschiedung einer Duderstädter Erklärung zur Gesundheitspolitik abgeschlossen wurde.

In dieser Erklärung fordern die Gesprächsteilnehmer unter anderem das hohe Niveau der medizinischen Forschung und Entwicklung beizubehalten und zu stärken, allen Menschen den qualitativ gleichen Zugang zu notwendigen Behandlungen zu ermöglichen und einer Zwei-Klassen-Medizin, die Menschen ausgrenzt, eine klare Absage zu erteilen.

Die Finanzierung eines gut funktionierenden Gesundheitssystemes müsse einerseits durch die Bereitschaft, ein gesundes Lebens zu führen, ermöglicht werden. Andererseits basiere sie aber auch auf der Solidarität in der Gesellschaft. Gefordert wird in der Duderstädter Erklärung weiterhin mehr Transparenz in der realen Umsetzung des Gesundheitssystemes sowie eine ausreichende, ja verbesserte medizinische Versorgung auch im ländlichen Raum. Das, so wird betont, sei gerade in einem Flächenland wie Niedersachsen von besonderer Bedeutung.

Auf diesen Punkt hob auch die prominenteste Referentin der Gespräche, Niedersachsens Gesundheitsministerin Aygül Özkan (CDU), in ihrer Ansprache ab. Im Blick auf die demografische Entwicklung sei festzustellen, dass in 20 Jahren jeder dritte Bewohner des Landes über 65 Jahre alt sei. Das erfordere auch in ländlichen Regionen eine gute, zumindest aber ausreichende Versorgung mit Medizinern. So gelte es jetzt die Weichen dafür zu stellen, dass es die Bereitschaft der künftigen Ärzte gebe, auf dem Lande zu praktizieren. Dafür seien besondere Anreize nötig, über die man sich jetzt schon Gedanken machen sollte. Dazu gehöre auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Ihre Ansprache leitete die Ministerin mit dem Appell ein, dem Thema Organspende zu deutlich mehr Popularität zu verhelfen. Sie regte an, diesen lebensrettenden Dienst zum Thema der 23. Duderstädter Gespräche zu machen. Darin wurde sie von Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) in seinem Grußwort stark unterstützt.

Von Sebastian Rübbert

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