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Umfrage in Duderstadt zum Thema Freizügigkeit bei Kleidung von Jugendlichen

Sexy in die Schule? Umfrage in Duderstadt zum Thema Freizügigkeit bei Kleidung von Jugendlichen

Wie freizügig Kleidung in der Schule sein darf, darüber wird zurzeit heftig diskutiert, nachdem eine bayrische Schule Hotpants verboten hatte. In der wöchentlichen Marktumfrage hörte das Tageblatt die Meinungen der Eichsfelder zu diesem Thema.

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Quelle: Kahnert/dpa (Symbolfoto)

Duderstadt. „Wem die Hotpants nicht gefallen, der kann ja wegschauen“,  zeigt sich die Duderstädterin Christiane Mosler (50) ganz tolerant, was freizügige Kleidung betrifft. „Auf unserem Planeten haben wir wirklich andere Probleme, als uns über die Sommerkleidung von Schülern Gedanken zu machen“, regt sie zum Nachdenken an.

„Solange niemand nackt zur Schule kommt, ist doch egal, wie die Schüler gekleidet sind. Hauptsache, die lernen was“, meint auch Herbert Engelke (79) aus Duderstadt. Er habe nichts gegen die kurzen Hosen.

„Man muss doch nicht alles regulieren“, findet der Tiftlingeröder Gerd Goebel (65). Die jungen Leute würden an den Reaktionen der anderen schon merken, wenn sie eine Grenze der Freizügigkeit mit ihrer Kleidung überschritten hätten.  „Die Jugendlichen sollten sich in der Schule nicht kleiden wie am Strand“, meint Nizamettin Öztürk (43). Kurze Hosen seien zwar o.k. im Sommer, aber sie sollten wenigstens noch die Oberschenkel bedecken.

„Ich fände es nicht unbedingt toll, wenn meine Tochter in extremen Hotpants zur Schule ginge. Ich würde ihr zwar keine Kleidung verbieten, aber ich würde versuchen, ihr zu erklären, warum sehr freizügige Kleidung in der Schule nicht so passend wäre“, spricht sich Michaela Wesselak (47) für den pädagogischen Weg aus.

Zwar seien Jugendliche über die Kleidungszensur der Eltern oft verärgert, dennoch hätten die Eltern die Verantwortung dafür wie ihre Kinder gekleidet seien. Und auch Schulen dürften ihrer Meinung nach eine Grenze für die Freizügigkeit bei der Kleidung vorgeben. „Ich bin auch für Schuluniformen wie in England. Damit wären viele Diskussionen und Probleme vom Tisch“, sagt Wesselak.

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©Richter