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Umweltaussagen vom Papst aufgegriffen

Ernährung, Energieverbrauch, Mobilität Umweltaussagen vom Papst aufgegriffen

Während der 27. Duderstädter Gespräche am 4. und 5. Februar befassen sich die Referenten im Kolpingferienparadies Pferdeberg thematisch mit den Aussagen von Papst Franziskus, der unter anderem seine Rede vor der UN-Vollversammlung unter das Leitmotiov „Es gibt ein Recht der Umwelt!“ gestellt hatte.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Duderstadt. Der Papst hatte mit der Rede an seine Enzyklika „Laudato Si“ angeknüpft, in der schon im Untertitel seine „Sorge für das gemeinsame Haus“ zum Ausdruck bringt. Zu beobachten seien unter anderem die rigorose Ausbeutung, die Belastung der Umwelt mit giftigen Stoffen und eine Veränderung des weltweiten Klimas mit dramatischen Naturkatastrophen. Franziskus mahnte eindringlich zur Umkehr. In den 27. Duderstädter Gesprächen sollen die Anliegen des Papstes unter den Aspekten Ernährungsgewohnheiten, Energieverbrauch und Mobilität beleuchtet werden. Gemeinsam mit Experten aus den drei Bereichen beschäftigen sich die Teilnehmer mit diesen Zukunftsfragen. Eine Podiumsdiskussion mit zuständigen Politikern soll zeigen, welche Maßnahmen seitens staatlicher Gremien und Organisationen geplant sind und wie sie die Umsetzbarkeit der propagierten Ziele einschätzen. Auch sollen die Teilnehmer ausloten, wie jeder Einzelne mit seinem Verhalten zur Erhaltung einer intakten Umwelt beitragen kann.
Nach der Einführung ins Thema am Donnerstagvormittag referiert Pfarrer Norbert Arntz vom Institut für Theologie und Politik in Münster nach dem Mittagessen über die Papstbotschaft „Laudato si“. Die Herausforderungen der niedersächsischen Landwirtschaft im europäischen und globalen Kontext stellt Jürgen Hirschfeld vom Landesverband des Niedersächsischen Landvolkes vor. Lothar Nolte von der  Klimaschutzagentur des Landes Niedersachsen beschreibt die Energiewende als „Herausforderung für uns alle“. Und Raimund Nowak, Geschäftsführer der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg fragt, ob Elektromobilität „Greenwashing oder die Zukunft des Fahrens“ sei. Nach dem Abendessen folgt der traditionelle Eichsfeld-Abend mit Gesprächen „am Kamin“.
Nach einer thematischen Einführung durch Andreas Bulitta, Vorsitzender Kolpingwerk
Hildesheim, sagt Dr. Franz Alt am Freitag „Die Energiewende ist machbar“, während Dr. Ralf Bartels, Leiter der Abteilung Energiewende/
Nachhaltigkeit IG BCE die „Energiewende als netter Lifestyle“ hinterfragt. Detlev Ramisch von Greenpeace nennt Aktionsfelder zum globalen Umweltschutz in den Fragestellungen Energie, Ernährung
und Mobilität. Die Enzyklika „Laudato Si“ als Aufforderung zum Umdenken erkennt Professor Franz-Josef Bormann, Lehrstuhl für Moraltheologie an der Uni Tübingen. Nach dem Mittagessen folgt die Podiumsdiskussion mit den Referenten  sowie den Bundestagsabgeordnenten Ute Bertram (CDU), Brigitte Pothmer (Bündnis 90/Die Grünen) und Bernd Westphal (SPD).

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