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Umzüge der Superlative in Hilkerode und Wollershausen

Teilnehmer-Rekorde Umzüge der Superlative in Hilkerode und Wollershausen

„Die Teilnehmerzahl mit 28 Gruppen ist super, und das Wetter ebenfalls“, freute sich Damian Müller als Elferratsmitglied des Hilkeröder Carnevals Verein am Sonntag über strahlenden Sonnenschein und einen der größten Umzüge im Eichsfeld. Grund dafür waren allerdings auch die traurigen Umstände in Braunschweig, wo der Karnevalsumzug wegen befürchteter Anschläge abgesagt wurde.

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Verstärkt um Pöhlder Narren nach Karnevalsabsage wegen Terrorgefahr in Braunschweig: Straßenkarneval in Hilkerode.

Quelle: PIN

Eichsfeld. So entschlossen sich die benachbarten Pöhlder, statt in Braunschweig in Hilkerode mitzumarschieren und rückten mit 50 Narren an. Auch die Breitenberger, Krebecker und ein Fußtrupp aus Gerblingerode unterstützten die Hilkeröder Karnevalisten. Diese warben mit ihren Wagen für lokale Belange wie die Dorftreff-Initiative oder das Laientheater. Und die Breitenberger riefen den seit 30 Jahren geplanten, aber nicht gebauten Radweg ins Gedächtnis.

Foto: Pintschak

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Über den mit einem Dutzend Wagen und Gruppen bislang größten Umzug in Wollershausen freute sich nicht nur KCW-Vorsitzender Horst Rattke. Zwischen Würstchenwagen als Vorhut und Schotten als Schlusslicht flogen Kamellen in Wellen, Schnaps gab‘s aus Spritzen. Mit von der Partie waren Prinzenpaar Pascal  und Lea, Harzer Hexen, der WM-Cup, Wollershäuser Burschen mit „Duff“-Bier, Helden der Kindheit, Westerncity Wollershausen (dort gibt es viele Westernreiterinnen), menschliche Milchkühe („Hier gibt es kein Gemeuter, wir trinken Bier aus dem Euter“) und die Fröhliche Feuerwehr Elbingen.

Foto: Pintschak

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Beim Karnevalsumzug in Rolls-hausen ist das zur 850-Jahr-Feier gebaute, 700 Kilogramm schwere Modell der ehemaligen Kirche ein Hingucker gewesen. „Bauschutt, Lärm und Dreck, nun sind wir aus der Kirche weg“ beklagten arme Kirchenmäuse und arbeitslose Messdiener, da die Kirche wegen Schwammbefall und archäologischer Wühlarbeit nicht genutzt werden kann. Ein Blickfang war auch das Prinzenschiff mit Franziska und Thorsten sowie dem Kinderprinzenpaar Leni (8) und Finn (7). Der schwarz-gelbe Fußballer-Stammtisch prangerte in dem vom Spielmannszug und vom Fanfarenzug aus Gieboldehausen begleiteten Umzug die maroden Straßen im Ort und Rasenmäherdiebe an, der Hahle-Express die Bahnstreiks („Der Zug ist abgefahren“). 25 Jahre Mauerfall samt Pappmaché-Trabbi wurden in Rollshausen ebenso aufgegriffen wie der Social-Media-Wahn („Facebook ist unser Leben“). Hunderte von Menschen säumten die Straßen und hielten sich an das Motto eines Ballermann-Wagens: „Unsere Sprüche sind nicht der Hit, feiert bitte trotzdem mit.“

Landesweit war wegen der Anschlagsdrohungen in Braunschweig die Polizei angewiesen, für Sicherheit zu sorgen. Auch Islam-Motive sollten in Augenschein genommen werden, die allerdings im Eichsfeld nicht vorkamen. ku/ny

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