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Universität rückt näher an das Eichsfeld

Beisiegel und Nolte verständigen sich auf verstärkte Zusammenarbeit Universität rückt näher an das Eichsfeld

Auf eine Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen der Georg-August-Universität und der Stadt Duderstadt haben sich Unipräsidentin Ulrike Beisiegel und Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) in einem gemeinsamen Gespräch mit Lothar Koch verständigt. Der Ehrenbürgermeister und Landtagsabgeordnete lobte die „spürbare Öffnung der Universität für die Region“.

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Quelle: Richter

Duderstadt. Nolte brachte eine ganze Reihe möglicher Partner für eine Ausweitung der Zusammenarbeit ins Spiel: Neben  dem Krankenhaus St. Martini und der Firmengruppe Ottobock auch Eichsfelder Handwerksbetriebe oder die Heinz-Sielmann-Stiftung.

Zudem biete der Wissenschaftsstandort Arbeitsplätze für die gesamte Region. Es sei also Noltes Ansicht nach naheliegend, auch über Wohnen in Duderstadt und Arbeiten in Göttingen zu sprechen – insbesondere im Hinblick auf die schnelle Erreichbarkeit Göttingens nach Fertigstellungen der Ortsumgehungen Waake und Westerode. „In Zukunft sind wir in 20 Minuten auf dem Nordcampus der Uni“, begründete Nolte.

Beisiegel nahm die Anregung gern auf und verwies darauf, dass eine Vernetzung mit Anbietern von Wohnraum in Duderstadt sinnvoll sei, da neue Professoren, gerade mit Familien, Probleme hätten, in Göttingen geeigneten Wohnraum zu finden.

Auch eine Zusammenarbeit bei Angeboten wie Kinder- und Seniorenuni sei denkbar. Schon jetzt führen Teilnehmer aus dem Eichsfeld zu Veranstaltungen nach Göttingen. Beisiegel zeigte sich offen dafür, Lernorte auch in die Region zu bringen. Dies könnten mobile Labore sein, die in Schulen gingen, aber auch Veranstaltungen oder Ausstellungen andernorts.

Nolte bot ihr ad hoc an, das historische Rathaus nutzen zu können. Zudem seien weitere Veranstaltungsorte in Duderstadt möglich. Dies zeige auch das Programm der Bundeskulturstiftung, in dem derzeit ein inklusives Kulturprojekt diskutiert werde, „Das ruft danach, dass Universität, Volkshochschule und Musikschule dabei sind“, sagte Nolte. Die Göttinger Händelgesellschaft sei bereits ein Pate, Deutsches Theater und Musa unterstützten das Vorhaben.

Für die „Nacht des Wissens“ der Universität, bei der sich Einrichtungen der Öffentlichkeit präsentieren, kann sich Beisiegel Duderstadt als einen „Satelliten“ vorstellen. Eine Aktion könnte in Duderstadt stattfinden, die Teilnehmer von dort aus nach Göttingen fahren.

Einen weiteren Ansatzpunkt biete das Fachwerkfünfeck. In den beteiligten Mittelzentren könnten Ausstellungen aus den Sammlungen der Universitäten gezeigt werden, sagte Beisiegel. Außerdem seien dies geeignete Ausflugsorte, um internationalen Gästen ein Programm zu bieten. Teil dessen könnte das Grenzlandmuseum sein, sagte Nolte, der sein Anliegen erneuerte, auch die Gedenkstätten Dora-Nordhausen und Friedland stärker anzunähern. Beisiegel nannte in diesem Zusammenhang die Entstehung des „Hauses des Wissens“ in Göttingen, das hierfür möglicherweise den Rahmen bieten könne.

„Dieses Projekt wäre eine Riesenchance für die Region in der Mitte Deutschlands“, glaubt Nolte. Nicht nur seitens der Universität bestehe eine große Offenheit, fasste Beisiegel zusammen. Sie werde mit dem Bürgermeister in Kontakt bleiben, kündigte sie an.

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©Richter