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Unmut über Durchgangsstraße für Bernshäuser Neubaugebiete

Anwohner wollen Poller behalten Unmut über Durchgangsstraße für Bernshäuser Neubaugebiete

Anwohner der Neubaugebiete Hinter den Höfen II und III sind verstimmt. Ihr Ansinnen, die beiden Bernshäuser Wohnbaugebiete verkehrstechnisch zu trennen, hat im Gemeinderat kein Gehör gefunden.

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Soll verschwinden: provisorische Straßen-Trennung.

Quelle: Schauenberg

Bernshausen. Beim Straßen-Endausbau sollen die provisorischen Poller aus Holz verschwinden, die die Folgen des Baustellenverkehrs abfedern sollten und bereits seit Jahren einer Direktverbindung buchstäblich im Weg stehen.

Die Pfosten trennen die gepflasterte Hans-Berckefeld-Straße (Hinter den Höfen II) von der Alten Landstraße im Abschnitt Hinter den Höfen III, die noch auszubauen ist. Ob das mit Teerdecke oder Pflaster geschieht, steht noch nicht fest und hängt auch von Ausschreibungsergebnissen ab. Auf jeden Fall will die Gemeinde aber die Poller entfernen lassen, um Durchgangsverkehr zu ermöglichen.

„Wir wollen keine Durchgangsstraße und haben in beiden Baugebieten Unterschriften dagegen gesammelt“, sagt Maik Sommer.  Der 30-jährige Bauherr und frisch gebackene Vater will den status quo beibehalten, eine Ringstraße hält er für überflüssig.

Sicherheit der Kinder

Vor allem geht es ihm dabei um die Sicherheit der Kinder. An der Alten Landstraße wurde von der Gemeinde ein üppig ausgestatteter neuer Spielplatz angelegt, die Spielgeräte von den Anwohnern aufgebaut.

In beiden Baugebieten leben mehr als 30 Kinder, die meisten von ihnen sind unter zehn Jahre alt, betont Sommer: „Noch können sie auch auf der Straße spielen.“ Beate Schaberg, die Mutter von drei Kleinkindern ist und an der Schnittstelle der Baugebiete wohnt, pflichtet ihm bei. Schon jetzt gebe es zu viel Verkehr, kleinere Autos würden die Poller umfahren können.

Schaberg und Sommer befürchten, dass die Wohnstraße bei Öffnung auch vom Verkehr des überörtlichen Verbindungsweges Gieboldehausen-Bernshausen als Abkürzung genutzt wird. Bislang hätten alle Neubaugebiete in Bernshausen Sackgassen-Charakter. „Was hat der Rat dagegen, wenn so viele Anwohner dafür sind?“, fragt sich Sommer.

Mit Euroschlüssel versenkbar

Ebenso wie Schaberg vermisst er Argumente, die gegen eine Trennung sprechen. Fest installierte Poller seien via Euroschlüssel versenkbar und für Feuerwehr, Krankenwagen und Müllabfuhr kein Problem. Auch mit der Aussicht auf Tempo 30 wollen sich die Anwohner, von denen viele sich sogar eine Spielstraße gewünscht hätten, nicht vertrösten lassen. „Das ist ohnehin Standard.“

Eine Sperre zwischen den zusammenhängenden Baugebieten mache keinen Sinn, meint Bürgermeister Harald Finke (CDU) und weist die Kritik zurück: „Man kann nicht alle Straßen zu Sackgassen machen.“ Wie im Bebauungsplan vorgesehen, werde die überwiegend von Anwohnern genutzte Straße geöffnet.

Finke verweist auf mangelnde Wendemöglichkeiten, Rettungs- und Versorgungswege. Bei einer Sperrung würde sich der Verkehr auf andere Straßen verlagern, die Autofahrer einen Bogen über die Kreisstraße drehen.

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