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Unterschriftenaktion für Schwimmbäder

Listen liegen in Einkaufsmärkten aus Unterschriftenaktion für Schwimmbäder

Über die Zukunft der sanierungsbedürftigen und defizitären Duderstädter Schwimmbäder ist schon viel diskutiert worden. Jetzt liegen in Einkaufsmärkten Unterschriftenlisten aus, auf denen gefordert wird, das Hallen- und das Freibad zu sanieren und zu erhalten.

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Hallenbad: wenige Besucher, hoher Sanierungsbedarf.

Quelle: Richter

Duderstadt. Wer die Unterschriftenaktion gestartet hat, wissen weder der Geschäftsführer der Eichsfelder Wirtschaftsbetriebe (EWB) Markus Kuhlmann noch die im Rat vertretenen Parteien. Im Hallenbad seien bereits Listen mit Unterschriften abgegeben worden, sagt Kuhlmann. In der Petition, deren Initiatoren nicht aufgeführt sind, wird das Fehlen verbindlicher Aussagen der EWB kritisiert. „Daher müssen wir davon ausgehen, dass es politischer Wille ist, das Hallenbad und langfristig auch das Freibad zu schließen“, heißt es weiter.

Politischer Wille zum Schwimmbaderhalt sei vorhanden, die Finanzierung aber weiterhin ungeklärt, hält dem Kuhlmann entgegen. Der EWB-Chef zeigt grundsätzlich Verständnis für die Aktion, merkt aber an: „Es wäre schön, wenn auch alle, die unterschrieben haben, als Badegäste kommen würden.“ Die Unterschriften würden an die Gesellschafter weitergeleitet, das Thema in der kommenden Woche im EWB-Aufsichtsrat behandelt.

Vor allem über dem Hallenbad schwebt ein Damoklesschwert. Laut Machbarkeitsstudie besteht dort ein Sanierungsbedarf von 3,1 Millionen Euro. Die Hoffnung auf Förderung durch den Bund hat sich zerschlagen. Das Sanierungsprogramm für kommunale Einrichtungen war überzeichnet, der Zuschussantrag aus Duderstadt wurde nicht berücksichtigt. Verschärft hat sich die Situation durch ein separates Betongutachten, das die EWB in Auftrag gegeben hat.

Danach seien zusätzlich 300 000 Euro für eine Vollsanierung des Beckenkörpers in den kommenden zwei Jahren erforderlich, um für mindestens ein Jahrzehnt Ruhe zu haben, sagt Kuhlmann. Da die Vereinsnutzung stark rückläufig sei, laufe zurzeit auch eine Potenzialanalyse mit finanzieller Beteiligung des Kreissportbundes, der Stadt Duderstadt und der DLRG. Die Ergebnisse sollen im Dezember vorliegen. Außerdem sollen auf einem südniedersächsischen Bädergipfel Synergieeffekte ausgelotet werden. „Eine Entscheidung über das Hallenbad muss noch in diesem Jahr getroffen werden“, meint Kuhlmann: „Die Zeit arbeitet gegen uns.“ Der Saisonstart hat sich bereits um zwei Wochen verzögert, da erste Risse mit Epoxitharz abgedichtet werden mussten.

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