Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Untreue-Anklage gegen Malteser-Schulleiter

Falsche Abrechnung von Überstunden Untreue-Anklage gegen Malteser-Schulleiter

Wegen des Vorwurfs der Untreue in 21 Fällen ist der ehemalige Leiter der Malteser-Fachschule in Duderstadt angeklagt worden. Der 52-Jährige soll drei Jahre lang seine Überstunden doppelt abgerechnet haben. Gesamtschaden: 12 000 Euro.

Voriger Artikel
Projektideen im Rathaus prämiert
Nächster Artikel
Vom Kampfjet ins Segelflugzeug

Duderstadt. Damit kommt zweieinhalb Jahre nach der Trennung des Malteser-Diözesanverbandes Hildesheim von seinem langjährigen Schulleiter das Ergebnis der damaligen Innenrevision doch noch vor Gericht. So lange hatten Polizei und Staatsanwaltschaft die seinerzeit ganz anders lautenden Vorwürfe ermittelt. Der im Februar 2014 vom Verband angegebene Schaden in Höhe von rund 200 000 Euro schrumpfte während der Ermittlungen auf 12 000 Euro.

Von einst vier Ermittlungsverfahren blieb nur eines

Von den einst vier Ermittlungsverfahren blieb nur eines wegen Untreue im Zusammenhang mit Überstunden übrig. Zum Schöffengericht Duderstadt angeklagt ist eine Anklage wegen 21-facher Untreue. Das bestätigt auch dessen Direktor Gerhard von Hugo. Der Schulleiter soll jeweils eine Mitarbeiterin angewiesen haben, Gehaltszahlungen für seine Überstunden aus dem Personaletat anzuweisen, obwohl er bereits eine Pauschale erhalten habe. Tatzeitraum ist von September 2010 bis Oktober 2013. Der Malteser-Verband hatte sich zum Jahresende 2013 von dem Angeklagten getrennt, nachdem Unregelmäßigkeiten bei einer Revision aufgefallen waren.

Im Laufe der Ermittlungen hatte die Staatsanwaltschaft Göttingen zunächst ein Verfahren wegen Beleidigung eingestellt. Es war nicht zu beweisen, dass der 52-Jährige Urheber jener Farbschmierereien war, mit denen die strafrechtlichen Ermittlungen erst in Gang kamen. In der Nacht zum 4. Februar 2014 war eine Mitarbeiterin der Schule, die den Chef belastet hatte, als Denunziantin beschimpft worden. Die Schmierereien in roter Farbe an einer Hauswand der Schule führten aber zu Aussagen von Ex-Kollegen, die den ausgeschiedenen Leiter belasteten. Unter anderem, so der Verdacht, sollte er Privatreisen als Dienstreisen abgerechnet und Spenden für die Schule privat verwendet haben.

Schaden in Höhe von rund 200 000 Euro

Der Diözesanverband bestätigte später einen festgestellten Schaden in Höhe von rund 200 000 Euro. Angeklagt wurden diese Vorwürfe nicht, aber auch nicht widerlegt. Die Verfahren in Hinblick auf Spenden-Untreue und Reisen hat die Staatsanwaltschaft laut Sprecher Andreas Buick eingestellt - nicht wegen erwiesener Unschuld, sondern weil eine eventuelle Strafe in Hinblick auf die zu erwartende Strafe für die angeklagten Taten nicht ins Gewicht fallen würde. Die Anklage ist zugestellt, aber vom Amtsgericht Duderstadt noch nicht zugelassen. Es gibt noch keinen Verhandlungstermin.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Feuerwehrübung in Krebeck

©Richter