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"Junge Stiftung mit alten Wurzeln" begründet

Duderstadt "Junge Stiftung mit alten Wurzeln" begründet

Einen Schritt zur Absicherung ihrer Zukunft sind die Ursulinen in Duderstadt am Sonnabend gegangen. Mit einem Festakt im Rathaus und einem Konzert in der Klosterkirche feierten sie die Gründung ihrer Stiftung.

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Duderstadt. Ein festes Fundament hätten sich die Ursulinen damit gegeben, sagte Kirchenrechtler Prof. Rüdiger Althaus in seinem Festvortrag. Die Gründung der kirchlichen Stiftung öffentlichen Rechts diene zur finanziellen Absicherung für den Fall der Fälle, erklärte er den Gästen des Festaktes: Damit die Bildungszwecke und der kulturelle Gedanke fortgesetzt werden können, auch wenn es eines Tages keine Schwestern in Duderstadt mehr geben sollte, habe sich ein verantwortliches Kuratorium entschieden, die Form der Stiftung zu wählen. In einem historischen und etymologischen Abriss machte er den Zweck der Stiftung plausibel. Das Errichten einer Stiftung folge denselben Zwecken wie vor 300 Jahren: Mittel bereitstellen zu können, um die in der Satzung festgesetzten Ziele zu erreichen. Die Programmgestaltung liege dabei auch beim Kuratorium. Dies stelle eine Entlastung für die Schwestern dar. Den Gedanken einer "jungen Stiftung mit alten Wurzeln" nahm auch Schwester Ingeborg Wirz auf, die Antoine de Saint-Exupéry und dessen Gedanken vom Begründen der Gegenwart zur Gestaltung der Zukunft zitierte. Mit der Stiftungsgründung sei gewährleistet, dass die Ziele der geistigen, kulturellen und religiösen Bildung gepflegt und fortgesetzt werden könnten. 

Nolte: "Zukunftsorientiertes Projekt"

Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) lobte das in seinen Augen zukunftsorientierte Projekt vor dem Hintergrund des guten Verhältnisses zwischen Stadt und Kloster und der Bedeutung der Ursulinen für die Stadt ausdrücklich. Er erinnerte an die Gründung des Klosters um 1700, die den Zweck gehabt habe, eine Bildungseinrichtung für Mädchen zu schaffen und dem katholischen Glauben im seinerzeit "unentschlossenen Eichsfeld" Gewicht zu verleihen.  

Weniger Schwestern, hohes Alter

 Auch Schwester Barbara Wien hob darauf ab und fügte hinzu, nicht allein den Blick auf Vergangenes zu richten. So wie Bildung sich nicht mehr allein hinter Klostermauern, sondern in Begegnungen und Beziehungen abspiele, habe sich auch das Konvent verändert. Und derzeit zeigten sich Folgen des gesellschaftlichen Wandels darin, dass in Duderstadt "nur noch eine Handvoll Schwestern" lebten. "Und die sind ganz schön alt." Entsprechend seien bereits vor Jahren Vorkehrungen für die Zeit ohne Schwestern getroffen worden. Diese "Erfindungen" kämen jetzt zum Tragen.  Für den Förderverein sei es eine Freude, diesen Tag zu begehen, sagte Renate Ewers. "Wir freuen uns, dass die Stiftung aus der Taufe gehoben wurde und religiöse und kulturelle Ziele damit fortgesetzt werden können."  

Orgel, Gesang und Marimba

 Die Gäste feierten die Stiftungsgründung zunächst begleitet von Musik des japanischstämmigen Musikers Fumito Nunoya, der am Marimbaphon unter anderem Ennio Morricones "Once upon a Time in America" spielte. Später ließen sie den Abend mit einem Konzert in der Klosterkirche bei Orgelklängen von Lothar Rockert und Gesang von Anna Gann ausklingen. ne

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