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Uwaga aus dem Ruhrgebiet überzeugt im Forsthaus Hübental

Kultur im Kreis Uwaga aus dem Ruhrgebiet überzeugt im Forsthaus Hübental

Wer denkt, eine Geige sei nur als klassisches Streichinstrument einzusetzen und ein Kontrabass wäre ein großes Zupfinstrument, hat sich im Forsthaus Hübental gern vom Gegenteil überzeugen lassen.

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Vier Musiker, vier Instrumente und ein unverwechselbarer Sound: Uwaga-Konzert im Forsthaus Hübental.

Quelle: Gries

Breitenberg. Im idyllisch gelegenen Ausflugslokal hat die Band Uwaga aus dem Ruhrgebiet im Rahmen der Veranstaltung Kultur im Kreis rund 120 Besucher nicht nur mit Rhythmik und temporeicher Musik begeistert, sondern auch durch ihre Spielweise – indem sie ihre Instrumente alternativ einsetzte. So wurden Kontrabass und Geige auch mal zur Trommel, das Akkordeon zum Soloinstrument und Geigen zur Gitarre umfunktioniert.

Mit viel Witz und Charme präsentierten die vier Musiker ihre ungewöhnliche musikalische Bandbreite und gaben zwischen den Songs Hinweise zur Geschichte der Band. Bei der Erklärung zum ersten Titel „Orient“ schlug Violinist Christoph König einen Bogen zu seiner Heimatstadt: „Wenn man in Castrop-Rauxel aufwächst, sehnt man sich oft nach fernen Gegenden, zum Beispiel dem Orient“.

Die Zuschauer erfuhren, dass der polnische Name der Gruppe zu deutsch schlicht „Achtung!“ bedeutet und auch, wie es zur Namenswahl kam.„Auf einer Konzertreise nach Polen war dies das erste Wort, das uns auf einem Baustellenschild hinter der Grenze begegnete: Uwaga! Wir fanden das Wort toll“, erklärte König.

„Ungewöhnlich, waghalsig, abenteuerlich“

Sabine Holste-Hoffmann von der Theater- und Konzertvereinigung Duderstadt (TKV) hatte in ihrer Begrüßung eine andere Herleitung für den Bandnamen vorgeschlagen. Sie nutze die Anfangsbuchstaben für eine Bandbeschreibung, die passender kaum sein konnte: „Ungewöhnlich, waghalsig, abenteuerlich“. Mit dem Stichwort ungewöhnlich bezog sie sich auch auf die Lokalität. „Ungewöhnliche Künstler brauchen außergewöhnliches Ambiente“.

Ziel der Veranstalter Kultur im Kreis und der TKV sei es, möglichst unterschiedliche Orte im Eichsfeld zu präsentieren. „Dieser Ort passt einfach gut zur Musik, das hat ein besonderes Flair“, sagte Sissi Karnehm-Wolf vom Organisationsteam.

Vom ersten Ton an ließen sich die erwartungsvollen Besucher auf die Musik ein. „Ich habe das Programm gesehen und fand die Beschreibung spannend“, erklärte Sabine Maress aus Diemarden, die selbst in einer Band Musik macht. Bandkollege und Bassist Martin Tschoepe aus Göttingen fügt hinzu: „Außerdem kann man sich bei solchen Veranstaltungen gut für seine eigene Arbeit inspirieren lassen“.

Von Helena Gries

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