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Vandalen zerstören Hecken zwischen Langenhagen und Brochthausen

Duderstadt stellt Strafantrag Vandalen zerstören Hecken zwischen Langenhagen und Brochthausen

Vandalismus in der Duderstädter Flur: Am Verbindungsweg zwischen Langenhagen und Brochthausen haben unbekannte Täter rund 140 Meter Hecke zerstört. „Die Stadt Duderstadt hat einen Strafantrag gestellt“, erzählt Bauhofleiter Frank Widera am Mittwoch beim Ortstermin mit der Polizei.

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Robin Geier, Stefan Bernhard, Andreas Rademacher, Hans-Hugo Bernhard und Frank Widera (v.l.) begutachten den Schaden.

Quelle: Franke

Duderstadt. „Am Donnerstag, 15. Oktober, hat sich ein Anrufer bei uns beschwert, dass wir die Hecken abgeholzt hätten“, berichtet Widera, der sich dann zunächst selbst ein Bild vom Schaden machen musste.

Auf der linken Seite des Verbindungsweges in Richtung Brochthausen wurden rund 40 Meter Schwarzdorn etwa kniehoch abgetrennt. Auf der rechten Seite ist der Schaden sogar noch größer. „Dort wurden rund 100 Meter gemischte Wildschutzhecke direkt am Boden abgeholzt“, so Widera.

„Sie bestand unter anderem aus Hartriegel und Weißdorn.“ Die Hecken seien 1994 zur Ausstellung „Natur im Städtebau“  gepflanzt worden, um eine Grundstruktur in die ausgeräumte Landschaft um Duderstadt zu bringen. Etwa 100 Meter entfernt wurden dicke Äste eines Einzelbaums entfernt.

Der Stadt Duderstadt entstand ein Schaden von rund 1000 Euro. Doch hier zähle nicht nur der materielle Wert, betont Widera. „Es gibt Spielregeln, an die sich jeder zu halten hat“, erklärt Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU)
„Ein Verbrechen“ nannte Hans-Hugo Bernhard vom Nabu Untereichsfeld die Vorgehensweise. Er erklärt, dass solche Hecken Lebensraum für verschiedene Vögel und andere Tiere bieten.

„Hier wurde vor allem viel zu viel und zweitens nicht fachgerecht entfernt“, sagt Andreas Rademacher von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Göttingen. Das Vorgehen verstoße gegen Paragraf 39 des Bundesnaturschutzgesetzes. Bei Beeinträchtigungen durch Pflanzen könnten sich Geschädigte an seine Behörde oder an die Stadt wenden.  

Weil der oder die Täter am Verbindungsweg ohne Absprache zum Werkzeug gegriffen haben, sehen er oder sie sich nun der Strafverfolgung ausgesetzt. „Wir werden überprüfen, wer verantwortlich ist und nach einer Anhörung das Verfahren einleiten“, erläutert Kommissar Stefan Bernhard vom Polizeikommissariat Duderstadt. „Dazu sind wir für Hinweise aus der Bevölkerung dankbar.“

Zeugen melden sich bei der Polizei Duderstadt unter ­Telefon 0 55 27 / 9 80 10.

Von Rüdiger Franke

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