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Kein Festival-Ersatz in diesem Jahr

Mingerode Kein Festival-Ersatz in diesem Jahr

Einen Ersatz für das wetterbedingt abgesagte 11. Mingeröder Musikfestival wird es nach Angaben der Veranstalter nicht geben. Die Organisatoren haben am Sonnabend bekanntgegeben, dass weder ein Ausweichtermin noch eine Alternativveranstaltung geplant seien.

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Quelle: GT

Mingerode. Eine kurzfristige Neu-Terminierung einer Veranstaltung dieser Größenordnung sei nicht einfach möglich, erklären die Veranstalter. Es bedeute für die Ehrenamtlichen immer einen großen Aufwand, das Festival zu stemmen - unter anderem müssten Helfer entsprechend Urlaub nehmen und die Lieferanten und Partner vorbereitet werden. Ein zweites Mal sei dies in diesem Jahr nicht mehr möglich. Außerdem seien die Veranstalter immer bestrebt, Termin-Kollisionen zu vermeiden, sodass die Auswahl möglicher Zeitpunkte ohnehin beschränkt sei.

Ob es nach dem Ausfall in diesem Jahr im kommenden Sommer wieder ein Musikfestival gebe, sei ebenfalls noch nicht zu beantworten."Das ist wie in jedem Jahr von verschiedenen Faktoren abhängig", heißt es in einer Mitteilung in den sozialen Netzwerken. Darin kündigt das Organisationsteam an, sich dazu Ende des Jahres äußern zu wollen. Obwohl die Situation in diesem Jahr "speziell" sei, ist dies nichts Ungewöhnliches. Auch in den vergangenen Jahren hatten es sich die Ehrenamtlichen offengehalten, ob es zu einer Wiederholung kommen werde. Das Festival war im Laufe der Zeit immer größer geworden, und vor einer Entscheidung habe immer die Frage nach ausreichender Unterstützung gestanden, berichtete Mit-Organisator André Schwedhelm. So sei es auch in diesem Jahr, sagte er und wies darauf hin, dass das Team eine "große Solidarität und viel Verständnis erfahren" habe. So habe der FC Mingerode, zu dem der Sportplatz in Mingerode gehört, die Entscheidung, das Festival stattfinden zu lassen oder abzusagen, vollends dem Kulturverein überlassen.

Auch hätten zahlreiche Helfer parat gestanden, die die Schäden des Unwetters beseitigen wollten. Ebenfalls im Zusammenspiel mit anderen Vereinen und Partnern sei es gelungen, bereits eingekaufte Waren sinnvoll zu verteilen, so dass sie nicht verderben sollten. Das Organisationsteam hatte unter anderem rund 200 Kilogramm Pommes Frites, 80 Liter Ketchup, Senf, Mayonnaise und Konzentrat für 500 Liter Trinkeis eingekauft. "Vieles konnten wir abbestellen, aber eben nicht alles", sagte Schwedhelm. Er richtet seinen Dank unter anderem an Partner und Sponsoren, die sich "äußerst kulant" gezeigt hätten. Wie hoch die Kosten für den Kulturverein seien, lasse sich noch nicht beziffern. "Dass das Festival ausfallen muss, ist schade. Auch, weil wir aus dem Erlös immer Projekte im Ort unterstützen konnten", erklärte Schwedhelm. In diesem Jahr sei dies nun nicht einfach möglich.

Noch immer sei das Team dabei, Gespräche zu führen, "um den entstandenen Schaden zu regulieren und möglichst klein zu halten". Zudem beschäftigen sich die Mingeröde damit, wie sie zukünftig auch für Situationen wie das Unwetter gewappnet sein können. Der starke Regen hatte den Sportplatz über Tage hinweg so sehr aufgeweicht, dass ein Befahren - selbst nach Tagen der Trockenheit - unmöglich gewesen wäre. Die Sicherheit der Besucher hätte ebenfalls nicht gewährleistet werden können. In jedem Fall hätten die Kosten für Aufbau, Durchführung und Abbau deutlich höher gelegen als in den vergangenen Jahren. "Die Kosten wären explodiert", sind sich die Veranstalter einig. So hatten sie sich Mitte der Woche für eine Absage entschieden. Mut für die Zukunft gebe ihnen der starke Zuspruch trotz der Ansage. Jeder von ihnen habe "wahrscheinlich Hunderte Nachrichten" bekommen, in denen das Verständnis über den Festival-Ausfall ausgedrückt worden war.

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