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Verantwortung ist neues Schulfach

IGS St. Ursula Duderstadt Verantwortung ist neues Schulfach

Ein neues Schulfach mit dem Namen Verantwortung wurde an der  St.-Ursula-Schule eingeführt. Damit sollen die sozialen Kompetenzen und eigenverantwortliches Handeln bei Schülern ab der neunten Klasse gefördert werden.

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Bernhard Stillig (r.) und Petra Otte (2. v. r.) gefällt die Projektidee der Schulwandgestaltung von Fabian Acker (l.) und Jonas Kopp.

Quelle: Richter

Duderstadt. „Für andere Menschen Verantwortung zu übernehmen, ist nicht für jeden selbstverständlich“, meint Bernhard Stillig, didaktischer Leiter der Integrativen  Gesamtschule (IGS) St. Ursula. Daher hat er zusammen mit seiner Kollegin Petra Otte, Jahrgangsleiterin für die achten bis zehnten Klassen, das Fach Verantwortung nach Vorbildern aus Berliner Schulen konzipiert, das in diesem Schuljahr erstmalig an der IGS läuft.

 
„Die Schüler sollen in zwei Unterrichtsstunden pro Woche ein soziales Projekt für sich erarbeiten und umsetzen“, erklärt Otte. Die Lehrer dachten an Unterstützung in Kindergärten, Altenheimen oder Grundschulen, „aber die Ideen der Schüler gingen weit darüber hinaus“, freut sich Otte über die positive Resonanz der Neuntklässler. Die Projekte erfassen Bereiche wie die Jugendfeuerwehr, Sportvereine, die Tagespflege der Caritas, Nachhilfe für Flüchtlingskinder, Tierschutz, Leseförderung an Grundschulen, Behindertenbetreuung, Stadtführungen auf französisch sowie Gestaltung und Ausbesserungsarbeiten an der Schule. Dabei sollen nicht etwa Praktika in den Einrichtungen absolviert werden, sondern die Schüler sollen sich selbst unterstützende Angebote erarbeiten. „Die Nachmittagsbetreuung in den Grundschulen besteht ja schon. Wer in diesem Rahmen zum Beispiel die Lesekompetenz der Kinder fördern möchte, kann sein Projekt den Fachlehrern der IGS vorstellen und muss es nach unserer Bewilligung selbst den Einrichtungen anbieten“, erklärt Otte. Im Vorfeld seien von Seiten der IGS Gespräche mit diversen Institutionen gelaufen, und das Interesse sei groß.

 
„Wir haben den Stundenplan etwas umgestellt, so dass zum Beispiel Themen aus dem Religionsunterricht als gelebte Nächstenliebe oder Bereiche  aus der Mediengestaltung in einer Powerpoint-Präsentation des eigenen Projektes mit einfließen“, sagt Stillig. So habe der Stundenplan trotz des neuen Schulfaches stundenmäßig nicht erweitert werden müssen. In einem Schuljahr sollten nicht mehr als 50 Zeitstunden für das selbst erarbeitete soziale Projekt  verbracht werden. Dazu zähle auch die Zeit, welche die Schüler zur Konzipierung oder für ihre in einem Tagebuch formulierten Berichte bräuchten.

 
Für die Zukunft sei geplant, auch in den 10. Klassen das Fach Verantwortung durchlaufend anzubieten. Das werde nach ersten Analysen im jetzigen neunten Jahrgang mit dem Kollegium und der Schulleitung diskutiert, so Stillig.

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