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Vergangenheit muss digitalisiert werden

Neue Konzepte für Duderstädter Heimatmuseum und Stadtarchiv Vergangenheit muss digitalisiert werden

Sandra Kästner als Leiterin des Heimatmuseums und Hans-Reinhard Fricke als Stadtarchivar haben dem Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport ihre Konzepte für die Weiterentwicklung der beiden städtischen Einrichtungen vorgestellt. Beide sehen wichtige Aspekte in der Digitalisierung.

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Duderstadt. „Nachdem das Heimatmuseum von 2009 bis 2011 wegen eines Wasserschadens und anschließender Sanierungsarbeiten geschlossen war, ist es bei vielen Bürgern in Vergessenheit geraten“, stellte Kästner fest. Trotz diverser Sonderausstellungen, Aktionen mit dem Kunstverein Kontura oder spezieller Kinderprojekte seit der Wiedereröffnung 2011 sei am Image noch einiges zu verbessern, bemerkte die Museumspädagogin. Sie wolle die Verbindungen zu den Schulen weiter festigen, mit dem Ziel, die Angebote des Museums in den Lehrplan zu integrieren. Zudem sei die überregionale Vernetzung und Zusammenarbeit mit anderen Museen voranzutreiben.

Ein Magazin wurde im dritten Obergeschoss des Museums eingerichtet. „Die klimatischen Bedingungen wurden verbessert, um den Objektbestand zu erhalten“, erklärte Kästner. Allerdings bestehe die Inventarisierung noch auf Karteikarten. Hier sei eine Digitalisierung der Bestände ebenso anzustreben wie der Ausbau der wissenschaftlichen Recherche bei vielen Exponaten.

Ähnlich klang die Zielsetzung bei Fricke: „Mitte der 90-er Jahre war das Duderstädter Stadtarchiv noch weltweit in einer Vorreiterposition bei der Digitalisierung der Inhalte. Heute können wir die alten Dateien nur noch im Archiv selbst auf Rechnern von 1989 sichtbar machen“, so der Historiker.

Auch dem Stadtarchiv käme eine Imagepflege zugute. „Das Archiv ist das Gedächtnis der städtischen Verwaltung seit dem Mittelalter. Die Nutzer sind nicht nur Ortsheimatpfleger und Historiker aus der Region, sondern auch Familienforscher aus Amerika oder Australien“, nannte Fricke einige Zielgruppen.

Im Stillstand befinde sich das Archiv allerdings nie. Ständig kämen neue Inhalte dazu: Feldpostbriefe aus dem Ersten Weltkrieg oder Fotos und Handschriften, die die Stadtgeschichte dokumentierten, seien einige der Errungenschaften, deren Auswertung sowie materielle und digitale Ordnung Zeit koste. Die Inhalte online zu stellen, sei heute Standard bei Archiven, betonte Fricke. Damit könne auch die Präsenz des gut bestückten Duderstädter Stadtarchivs verstärkt werden.

Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) versprach, die Duderstädter Stadtverwaltung werde sich bemühen, für Heimatmuseum und Archiv den Anschluss an heutige Normen wiederzugewinnen und nach finanziellen Möglichkeiten suchen, die jeweiligen Bestände der Einrichtungen weiter zu erschließen. Zudem solle auch das Ehrenamt in beiden Bereichen weiter gepflegt und ausgebaut werden.

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©Richter