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Verhaltenskodex auf dem Friedhof

Fahrzeuge sind verboten Verhaltenskodex auf dem Friedhof

Der Herbst ist die Zeit der Gedenktage für die Verstorbenen. Auf den Friedhöfen werden die Gräber geschmückt und schon für die kalte Jahreszeit abgedeckt. Doch auch hier ist zu beachten, was die Friedhofsordnung vorschreibt.

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Der Herbst ist die Zeit der Gedenktage für die Verstorbenen. Auf den Friedhöfen werden die Gräber geschmückt und schon für die kalte Jahreszeit abgedeckt.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Duderstadt. Allerheiligen am 1. November und Allerseelen einen Tag darauf, am 2. November, läuten im katholischen Glauben die sogenannte Trauerwoche ein.

Angehörige stellen rote Grablichter auf die Grabstätten, manche  kommen, um Fürbitten für die Verstorbenen zu halten. Evangelische Gläubige gedenken der Verstorbenen am Totensonntag, dem Sonntag vor dem ersten Advent. Auch hier werden die Gräber mit frischen Blumensträußen oder winterlichem Schmuck auf Vordermann gebracht.

Allerdings gibt es auf den Friedhöfen einige Regeln, die zu beachten sind, um andere Trauernde nicht zu stören. Festgesetzt wird der Verhaltenskodex in der Friedhofssatzung.

„Dass Abfälle nur in den dafür vorgesehenen Boxen entsorgt werden, sollte eigentlich selbstverständlich sein. Ebenso ein Verhalten, das der Würde des Ortes entspricht, also kein Lärm, keine Inlineskater“, sagt Frank Widera, Leiter des Duderstädter Bauhofes, der für die Instandhaltungsarbeiten auf dem Friedhof zuständig ist. Allerdings gebe es im Eichsfeld bisher kaum Probleme mit würdelosem Verhalten auf den Friedhöfen.

„Im Eichsfeld kennt man sich noch. Dadurch herrscht so etwas wie sozialer Druck. Kaum einer will sein Unkraut zum Nachbarn wuchern lassen“, beobachtet Widera. Dass die Gedenktage im Eichsfeld noch ernstgenommen und gefeiert werden, sieht er ebenfalls als Vorteil.

„Die Leute sind bemüht, zu diesen Anlässen die Grabstätten in einen ordungsgemäßen Zustand zu bringen. Das wirkt sich auch positiv auf das Gesamtbild des Friedhofs aus“, sagt er.

Tiere sind nicht erlaubt
Laut Satzung ist es zudem verboten, mit Fahrzeugen auf dem Friedhof unterwegs zu sein. Für schwere Pflanzutensilien könnten sich die Besucher eine Schubkarre leihen, die ähnlich wie die Einkaufswagen in Supermärkten mit einem Zwei-Euro-Stück von der Kette zu lösen und später wieder dort abzuliefern sind. Körperbehinderte dürften allerdings mit ihren Spezialwagen zu den Gräbern fahren.

Tiere sind nicht zugelassen, und Fotos oder Videos sind nur für private Zwecke erlaubt. Auch die Pflegearbeiten auf dem Friedhof sind geregelt. Die dürfen nicht in der Nähe einer Bestattung und nicht an Sonn- und Feiertagen durchgeführt werden.

„Nach der Grenzöffnung hat sich der Duderstädter Friedhof von einer ehemaligen Randlage der Stadt zu einem zentralen Ort entwickelt. Manchmal nutzen Fahradfahrer die Wege als Abkürzung oder wollen nicht an der verkehrsreichen Straße entlangfahren. Aber eigentlich wird die Friedhofsordnung in Duderstadt ganz gut eingehalten“, lobt Widera das Verhalten der Bevölkerung.

Von Claudia Nachtwey

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