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Abwasserfrage soll geklärt werden

Verhandlungen mit Verbänden Abwasserfrage soll geklärt werden

Die Suche der Stadt Duderstadt nach gemeinsamen Lösungen im Abwasserbereich geht weiter. Einstimmig haben die Ratsmitglieder bekräftigt, mögliche Formen der Zusammenarbeit zu prüfen, mit Verbänden und Nachbarkommunen zu verhandeln und gegebenenfalls ein aktuelles Gutachten einzuholen.

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Rinne in der Kläranlage Gieboldehausen.

Quelle: Mischke

Duderstadt. Im Abwasserbereich gibt es im Eichsfeld einen Flickenteppich. Die Eichsfelder Wirtschaftsbetriebe (EWB), die Samtgemeinde Gieboldehausen und Abwasserverbände betreiben eigene Klärwerke. Bislang sind alle Anläufe, daran etwas zu ändern, gescheitert. So hat es in Gieboldehausen in diesem Jahr umfangreiche Prüfungen und Diskussionen über einen möglichen Anschluss an das Klärwerk des Abwasserverbandes Raum Katlenburg bei Elvershausen gegeben. Wegen vieler Unwägbarkeiten wurde dann doch von einem Beschluss abgesehen, das Thema vorerst wieder ad acta gelegt. Das galt auch für Überlegungen vor einigen Jahren, den Abwasserbereich an einen Verband aus Peine zu übertragen.

In Duderstadt wird ebenfalls schon seit Jahren über Einsparpotenziale durch Kooperationsmöglichkeiten diskutiert, die bislang nicht in Fluss gekommen sind. Wieder in Fahrt gekommen ist das Thema auch durch den Zukunftsvertrag, zu dessen Vereinbarungen die Gründung eines gemeinsamen Abwasserzweckverbandes gehört. Dazu soll mit den Samtgemeinden Gieboldehausen und Radolfshausen, der Gemeinde Katlenburg-Lindau sowie den Abwasserverbänden Eller-Rhume und Seeburger See verhandelt werden.

Bereits vor sieben Jahren hatte ein Gutachten zwar langfristig deutliche Vorteile für eine neue Struktur aufgezeigt, aber zu keinem greifbaren Ergebnis geführt. Probleme mit der Beschlussvorlage im Rat, die auch zur Alternative stellte, eine gemeinsame Lösung nicht weiter zu verfolgen, hatte deshalb Doris Glahn (SPD): „Seit sieben Jahren gibt es ein Gutachten, es herrscht Einigkeit über das Einsparpotenzial durch Kooperation, und wir fangen wieder von vorne an.“

Für eine „regionale Verbundlösung, die sich an rechtlichen und finanziellen Fakten orientieren muss“, plädierte Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU). Das Ziel sei nicht kurzfristig zu erreichen. Es werde ein partnerschaftliches Miteinander von Gemeinden und Verbänden angestrebt, auch die EWB solle einbezogen werden. „Wir müssen noch viel Überzeugungsarbeit leisten, dafür ist ein Gutachten erforderlich“, meinte Andreas Diedrich (CDU), bezweifelte aber, ob Einsparungen in der im Zukunftsvertrag vorgesehenen Höhe erreicht werden können. Die einzige Enthaltung kam von Thomas Gerlach (WDB): Die Abwasserverbände mit ehrenamtlichen Konzept würden bezweifeln, dass ein zentraler Verbund kostengünstiger sei.

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