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Verhandlungen über Notunterkunft für Flüchtlinge in Lindau laufen

Unterbringung im alten Max-Planck-Institut Verhandlungen über Notunterkunft für Flüchtlinge in Lindau laufen

Eine Notunterkunft für bis zu 1000 Flüchtlinge plant das Land Niedersachsen im ehemaligen Max-Planck-Institut in Lindau. Die Verhandlungen mit der Max-Planck-Gesellschaft in München laufen. Bis Dezember soll eine Entscheidung fallen, teilt Gemeindebürgermeister Uwe Ahrens (parteilos) mit.

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Flüchtlinge wie hier in Rosdorf sollen bald auch in Lindau untergebracht werden.

Quelle: Hinzmann

Lindau. „Niedersachsen sucht händeringend nach Möglichkeiten zur Erstunterbringung von Flüchtlingen, die direkt von der Grenze kommen“, berichtet Ahrens am Montag bei einem Pressegespräch. Sie müssen untersucht und registriert werden. Nach einem Zeitraum, der je nach Länge des Verfahrens bis zu vier Monate dauern kann, werden die Menschen weiterverteilt.

Eine Besichtigung der Immobilie, die über rund 13 000 Quadratmeter Büro- und Forschungsflächen, Labore und Werkstätten verfügt und einen amtlichen Verkehrswert von 1,57 Millionen Euro hat, fand statt. Der 1968 errichtete Gebäudekomplex, der etwas vom Ort entfernt liegt, biete „gute Voraussetzungen“ für eine Notunterkunft, erfuhr Ahrens. Allerdings seien „Ertüchtigungen“ notwendig. So müssten für die vielen Menschen wahrscheinlich Sanitätscontainer aufgestellt werden. Auch ein Zaun um das 107 000 Quadratmeter große Grundstück, was der Fläche von 14 Fußballfeldern entspricht, sei im Gespräch.

„1000 Flüchtlinge, das ist schon eine Hausnummer“, erklärt der Gemeindebürgermeister. In Lindau gebe es „Ängste, Unsicherheit und Befürchtungen“, weiß er. „Stündlich“ gebe es neue Gerüchte. Jeder dichte etwas dazu. Um Fakten zu vermitteln, werde es eine Bürgerinformationsveranstaltung geben, sobald die Entscheidung für das Projekt gefallen sei. Das habe ihm das Ministerium zugesichert, sagt Ahrens. Die Gemeinde und die ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer der Bürgerschaft wollen den Betreiber unterstützen.

Von Michael Caspar

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