Volltextsuche über das Angebot:

25 ° / 9 ° heiter

Navigation:
Tote Winkel und böse Onkel

Verkehrssicherheitstraining für Schüler Tote Winkel und böse Onkel

Den Wechsel von der vertrauten Grundschule auf weiterführende Schulen begleitet die Duderstädter Polizei mit einem Verkehrssicherheitstraining. Am Donnerstag, 18. August, hat ein Schwung Fünftklässler in der Christian-Blank-Straße Anschauungsunterricht bekommen.

Voriger Artikel
Alte Musik mit jungem Ensemble
Nächster Artikel
Fokus auf lokale Themen

Dierk Falkenhagen klärt Schulanfänger über Gefahren im Verkehr und am Schulbus ("Toter Winkel" usw.) auf.

Quelle: OT

Duderstadt. Gewalt, Drogen, Verkehr, Mobbing und Internet: In Sachen Prävention ist Dierk Falkenhagen seit zehn Jahren Ansprechpartner und Mahner an Schulen. Seit fünf Jahren klärt der 51-jährige Polizeibeamte Fünftklässler in Duderstadt und Gieboldehausen über Risiken und Gefahren auf dem Schulweg auf. Als Vorteil nennt er die Zusammenarbeit mit dem Busunternehmen Rizor. Busfahrer Werner Leibecke spielt auch in diesem Jahr wieder mit, wenn es um die Veranschaulichung von toten Winkeln und den Kurvenradius größerer Fahrzeuge geht. Im Schatten seines Schulbusses legt Falkenhagen orangefarbene Dreiecksplanen aus, um zu verdeutlichen, „wo der Busfahrer uns im Spiegel nicht sehen kann“ - wie ein Schüler korrekt anmerkt. Die Gefahr wird häufig unterschätzt. Auf der Plane hat Falkenhagen schon einmal mehr als 120 Schüler im toten Winkel platziert.

Mit der viel befahrenen Neutor-Kreuzung, Schulbussen, Hol- und Bringverkehr sowie mehreren Schulen im Umfeld ist die Christian-Blank-Straße ein Brennpunkt. Zwei Schüler wurden dort in den vergangenen vier Jahren bei Unfällen verletzt. Rund 140 Neuzugänge an der egd-Junior-Außenstelle des Eichsfeldgymnasiums werden am Donnerstag und am Freitag für das Thema senibilisiert - der Praxislektion mit Falkenhagen geht eine Theoriestunde mit seinem Kollegen „Karo“ Müller voraus. Bis zu 500 Fünftklässler aus fünf Schulen durchlaufen jährlich das Sicherheitstraining der Duderstädter Polizei.

Und dabei geht es nicht nur darum, tote Winkel zu beachten, keinem über die Fahrbahn kullernden Ball nachzulaufen und nicht zwischen parkenden Autos auf die Straße zu treten. Auch das richtige Verhalten, wenn einen Fremde ansprechen, thematisiert Falkenhagen. In Seulingen habe ein Autofahrer im Sommer Drittklässlern Adventskalender angeboten, berichtet eine Schülerin. „Darf ich mit meiner Kusscousine mitfahren“, fragt eine Klassenkameradin. „Keine Geschenke annehmen, Abstand zum heruntergekurbelten Autofenster halten, sich entgegen der Fahrtrichtung entfernen, mit den Eltern klären, mit wem man mitfahren darf“, rät Falkenhagen, warnt aber auch vor falscher Panik und unbegründeten Verdachtsmomenten: „Erzählt es immer genauso, wie ihr es erlebt habt.“ Die Ablenkung durchs Smartphone bereitet ihm ebenfalls Sorgen. Immerhin bestätigen die Fünftklässler seinen Eindruck, dass Pokémon-Go bei den meisten von ihnen keine große Rolle spielt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Herbstfest in Rhumspringe

©Richter