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Dem Anderssein eine Stimme verliehen

Video-Workshop Dem Anderssein eine Stimme verliehen

19 Kinder und acht Coaches, zwei Tage an zwei Wochenenden, jede Menge Technik und Kreativität - und das erste eigene Musikvideo stand. Das Ergebnis aus dem ersten Workshop „Songs für coole Kids“ soll in einigen Wochen vorliegen.

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Quelle: r

Duderstadt. Auf dem Wohnzimmer-Perser im Studio 16 auf dem Euzenberg, umgeben von Schlagzeugen, Gitarren, Mikrofonen und Lautsprecherboxen sitzen 19 Kinder und Jugendliche im Kreis, als Grundschullehrer Patryk Pochopien den Play-Button seines Ghettoblasters drückt. Musik erschallt, junge Stimmen singen und rappen. Die Blicke der Kinder wandern umher. „Das ist doch...“ , scheinen sie zu denken - und spätestens, wenn ein Kichern zu hören ist, wissen sie: „Das ist.“ Zu Beginn des zweiten Workshoptages haben die Teilnehmer von „Songs für coole Kids“ erstmals das Musikstück gehört, das sie am ersten Tag entwickelt, geschrieben, geübt und eingesungen hatten. Refrain und Melodie kamen dabei von Pochopien, alles andere dachten sich die Mädchen und Jungen mit Unterstützung ihrer acht Coaches selbst aus.

Individuelle Eigenschaften in Textform gebracht

Ums „Anderssein“ dreht sich der Text. Diese Vorgabe hatte der Grundschullehrer gemacht. Was macht Menschen individuell hinsichtlich ihrer Optik, welche Talente bringt jeder von ihnen mit, welche Charaktereigenschaften zeichnen den einzelnen aus? Mit Fragen wie diesen beschäftigten sich die Kinder, als sie den Text erarbeiteten.

Rap und Gesang, Tanz und Schauspiel

Ihre eigenen Talente traten hervor, als die Teilnehmer, darunter fünf Jungen, rappten und sangen und - unter Anleitung von drei Tanzcoaches - Choreografien entwickelten. Als Hausaufgabe hätten sie mitbekommen, ihre Texte und die Choreo zu üben, erklärte Pochopien. Mit diesem Wissen im Gepäck - und einigen Requisiten und Kostümen - reisten die Kinder und Jugendlichen zum zweiten Tag an.

Spontanität beim Dreh gefragt

Die Filmemacherin und Regisseurin Rebekka Waitz setzte sie in Szene - ganz spontan und die Gegebenheiten rund um das Studio 16 nutzend, sagte Pochopien. So hätten die Teilnehmer unter anderem die zukünftige Veranstaltungshalle des Vereins Kulturwerk Euzenberg genutzt - obwohl sie sich noch in der Umbauphase befinde. „Zum Song passte dieses Ambiente gut“, sagte Pochopien. Ebenso die Außenanlagen des Gewerbeparks Euzenberg. „Der längste Workshop-Song“ in der Reihe „Songs für coole Kids“, mit der Pochopien in ganz Südniedersachsen unterwegs ist, sei am Abend in ein Musikvideo verpackt gewesen, das in einigen Wochen fertig geschnitten sei.

Eine Wiederholung des Kurses in Duderstadt könne er sich vorstellen, sagte Pochopien, möglicherweise wieder in den Räumen des Kulturwerks. Mitte 2017 werde es bis dahin aber auf jeden Fall - zwischen den Workshops liege immer rund ein Vierteljahr, erklärte der Lehrer.

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©Richter