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Viel Arbeit für den Schulstart

Vorbereitung in den Ferien Viel Arbeit für den Schulstart

Verkehrte Welt an den Schulen der Region – Schüler genießen die letzten Ferientage, gleichzeitig brüten Lehrer über komplexen Gleichungen, stapeln Schulbedienstete tausende Bücher. Der Schulstart in der kommenden Woche wird vorbereitet.

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„Irres Puzzlespiel“: Lutz Zeuner, Jochen Kuhn und Thomas Nebenführ (v.l.) arbeiten an Stundenplänen des Eichsfeld-Gymnasiums.

Quelle: Bleibaum

Duderstadt. Beispiel Schulzentrum Auf der Klappe in Duderstadt: Am Eichsfeld-Gymnasium (EGD) inspiziert Schulleiter Thomas Nebenführ umgebaute Räume und grüßt freundlich die Putzkolonne, bevor er sich auf die nächste „Großbaustelle“ begibt: der Erstellung der Stundenpläne. Nebenführ schaut Jochen Kuhn und Lutz Zeuner über die Schulter, den Koordinatoren der Stundenpläne.

„Das ist ein irres Puzzlespiel“, sagt Zeuner. Die Anforderungen von 1200 Schülern und 100 Lehrern müssten zusammen geführt, der Unterricht auf 50 Klassenräume verteilt, die Hallenbelegung für Sportstunden abgestimmt, die Außenstelle in der Christian-Blank-Straße berücksichtigt, Absprachen mit Nachbarschulen getroffen werden. „Das dauert volle drei Wochen“, so Kuhn, während er mit Zeuner konzentriert auf den PC-Bildschirm blickt.

Der Computer liefert ein Grundgerüst für die Stundenpläne, die Detailarbeit müsse jedoch in Handarbeit geleistet werden. „Da gibt es Hürden, über die kommt man nicht drüber“, sagt Nebenführ. So gebe es am EGD nur zwei Musikräume, Kuhn beklagt fehlende Räume für die Oberstufe. Dennoch versuchten sie, Stundenpläne zu entwickeln, „mit denen alle leben können“, sagt Zeuner.

In der benachbarten Heinz-Sielmann-Realschule sieht sich Schulleiter Stefan Hoppe den gleichen Anforderungen gegenüber. Hier sind 490 Schüler und 35 Lehrer zusammen zu bringen. Innerhalb einer Woche erstellt Hoppe ebenfalls mit Hilfe des Computers das Grundgerüst für die Stundenpläne. Anschließen sei dann „gute Handarbeit gefragt“, sagt auch der Realschulrektor. Um Lücken im Tagesablauf der Schüler zu vermeiden oder die Arbeitsbelastung gleichmäßig zu verteilen, sei Maßarbeit gefragt. „Und bei einem Krankheitsfall eines Lehrers fängt man wieder bei Null an.“

Die ersten beiden Ferienwochen hat Hoppe in der Schule verbracht, ebenso sitzt er während der letzten beiden Wochen am Schreibtisch. Der Schulassistent und die Sekretärin sind ebenfalls seit Tagen mit Vorbereitungen beschäftigt. Die Lehrer seien an unterschiedliche Tagen während der Ferienzeit in der Schule und kämen am Freitag zu ihrer Dienstbesprechung zusammen, erklärt Hoppe.

Doch nicht nur Lehrer und Schulbedienstete arbeiten während der Ferien, auch Schüler bereiten den Schulstart vor. 16 Jugendliche einer Schülerfirma am EGD bedrucken derzeit die T-Shirts der künftigen Fünftklässler. Jeder Neu-Gymnasiast bekommt sein persönliches Shirt mit Namen, in der Farbe seiner Klasse erklärt Lehrerin Christine Boes. Sie begleite das Projekt pädagogisch, ansonsten liege Entwicklung und Herstellung der T-Shirts, aber auch Marketing und Buchhaltung bei diesem und weiteren Projekten der Schülerfirma ganz in der Hand der Jugendlichen. Am gestrigen Montag produzierten Lena Gawor, Pauline Leppack, Marie-Sophie Franke und Patrick Schneegans die T-Shirts, an weiteren Tagen opferten andere Schüler einen Ferientag, um 150 Shirts herzustellen, so Boes.

Größere Stückzahlen bewältigt EGD-Schulassistent Stefan Baur. Er bereitet die Ausgabe der Bücher für das kommende Schuljahr vor. 14 000 Bücher müssen versorgt werden, sagt er mit Blick auf endlose Reihen von Bücherstapel in der Schulbibliothek. Die können dann mit einem Griff für den jeweiligen Schüler ausgegeben werden. Viel Arbeit in den Ferien, denn: „Wenn es am Montag losgeht, muss es schnell gehen“, bringt Nebenführ es auf den Punkt.

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