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Viele Wege führen zum Berufsziel

Schulen arbeiten zusammen Viele Wege führen zum Berufsziel

„Das Lernsystem muss reformiert, die Lernkonzepte insgesamt miteinander verbunden werden“, sagt Roger Hanses als Sozialarbeiter der Astrid-Lindgren-Schule (ALS). Um diese Absichten in Zukunft umzusetzen, hat die ALS einen Kooperationsvertrag mit den Berufsbildenden Schulen Duderstadt (BBS) und der St.-Ursula-Gesamtschule ausgearbeitet.

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Im Praktikum: Schülerin Yasmin Trappe sortiert in der Apotheke an der Vordermühle Medikamente ein.

Quelle: Blank

Dabei werden drei wesentliche Aspekte der Berufsorientierung miteinander verknüpft. Die neunten Klassen der ALS und der St. Ursula Schule kommen jeden Donnerstag in die BBS, um die Berufsfelder Holz, Metall, Hauswirtschaft und Büro kennenzulernen. Pro Berufsfeld ist ein Zeitraum von drei Monaten vorgesehen. So bekommen auch Jungen Einblicke in die Hauswirtschaft und Mädchen in die Holz- und Metallverarbeitung. „Mit diesen Angeboten soll bei Schülern das Interesse am Beruf geweckt werden“, erläutert Hanses die Kooperation. Auf diese Weise hätten die Jugendlichen die Chance, sich nicht nur an den Leistungen in den Schulfächern zu orientieren, um sich später für einen Beruf zu entscheiden. Soziales und Motorisches würde außerdem praxisnah geschult werden, so Hanses.

Ein weiterer Aspekt der Kooperation ist die Zusammenarbeit mit dem Pro Aktiv Center des Landkreises Göttingen (PACE), um handwerklich-motorische Fähigkeiten und Kompetenzen der Schüler zu fördern. An zwei Praxistagen in der ALS sollen die angehenden Berufsstarter herausfinden, was ihnen Spaß macht und wo die eigenen Fähigkeiten liegen. „Im Rahmen dieser Sache starten im November zwei Praxiswochen bei der GAB (Gesellschaft für Arbeits- und Berufsbildung) in Duderstadt, wo die Jugendlichen ebenfalls Einblicke in verschiedene Berufsfelder bekommen und vieles ausprobieren können“, erklärt Hanses.

Der dritte Aspekt bleibt die Zusammenarbeit mit verschiedenen Betrieben der Region, die Praktikumsplätze anbieten. „Hier haben die Schüler der achten und neunten Klassen nach wie vor die Chance, den späteren Berufsalltag im Einzelnen kennenzulernen“, sagt Hanses. Im Gegenzug würden sich die Ausbilder bereits ein Bild von den zukünftigen Bewerbern machen.

Der Sozialpädagoge betont, dass allerdings nicht nur die Zusammenarbeit der jeweiligen Betriebe und Institutionen die Chancen für junge Menschen auf dem Arbeitsmarkt verbessern könnte, sondern hier auch die Motivation der Betroffenen selbst gefragt sei.

ny

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