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„Völlige Chancengleichheit ist nicht erreicht“

Internationaler Frauentag „Völlige Chancengleichheit ist nicht erreicht“

Am 19. März 1911 wurde der erste Internationale Frauentag in Europa gefeiert.

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Großes Interesse im Bürgersaal des historischen Rathauses: Gleichstellungsbeauftragte Evelyn Stellhorn referiert über Chancengleichheit.

Quelle: Walliser

Hundert Jahre nach diesem Ereignis trafen sich Frauen am Sonnabend in Duderstadt und in Krebeck, nicht nur um den Jahrestag zu feiern, sondern auch zum Austausch und zur Information über heutige Frauenthemen.

Während 1911 hauptsächlich das Wahlrecht für Frauen im Vordergrund stand, geht es heute um die Auseinandersetzung mit den verschiedenen Wahlprogrammen der Parteien. Das erläuterte Duderstadts Gleichstellungsbeauftragte Evelyn Stellhorn in ihrer Ansprache im vollbesetzten Bürgersaal des historischen Rathauses. „Völlige Chancengleichheit ist nicht erreicht“, sagte sie und verwies auf die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Bereiche.

Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) erinnerte an den „großen gesellschaftlichen Beitrag von Frauen, nicht nur in der Familie, in der Nachbarschaft und im Freundeskreis, sondern auch in sozialen Einrichtungen wie beispielsweise dem Hospizverein oder bei der Demenzbetreuung.“ Sein Dank galt insbesondere Evelyn Stellhorn für ihre „fantastische Arbeit“ und Tilly Mecke, die seit dem ersten Duderstädter Frauenfrühstück vor zehn Jahren maßgeblich an den Vorbereitungen beteiligt ist. Zum Rahmenprogramm gehörten neben musikalischen Darbietungen auch eine Lichter-Show von Dietmar Engelhardt unter dem Motto „Magic Dreams“.

Politisches und Persönliches wurde bei einem gemeinsamen Frühstück auch bei einer Veranstaltung in Krebeck diskutiert. Hier trafen sich im Bürgerhaus die Mitglieder des Kreisverbandes der Landfrauenvereine, die in diesem Jahr auch noch ihr 50-jähriges Bestehen feiern werden.

Organisatorin Michaela Diedrich, Vorsitzende des Ortsvereins Rhumetal und des Kreisverbandes Duderstadt, erklärte: „Die Themen haben sich in den letzten 50 Jahren verändert. Früher ging es beispielsweise um Ferkelaufzucht oder Kälbertränken. Heute sind die Interessen umfassender. Wir informieren uns über Gesundheit, Ernährung, Politik oder Naturwissenschaften.“ Diedrich betonte, dass die Landfrauenvereine nichts mit dem Klischee gemein hätten, in Kittelschürze in der Küche zu stehen. Die Landfrauen seien zuverlässig, innovativ und neugierig, eben moderne Frauen in einer ländlichen Gesellschaft. Trotzdem litten auch die Landfrauenvereine unter Nachwuchssorgen, obwohl sich über hundert Frauen im Bürgerhaus versammelt hatten.

„Humor ist, wenn Frauen trotzdem lachen“ hieß schließlich das Thema des Vortrages zum Frauenfrühstück. Auch hier zeigte sich weibliche Flexibilität. Da die Referentin kurzfristig absagt hatte, übernahm Diedrich den Auftrag. Ihr Dank galt außerdem der Sparkasse Duderstadt für die Unterstützung dieser Veranstaltung.

Von Claudia Nachtwey

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