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Vogelschau des Nesselröder Hobbyclubs mit begehbarer Voliere

Wenn’s piept und krächzt Vogelschau des Nesselröder Hobbyclubs mit begehbarer Voliere

Munter und verspielt sind sie, und dabei auch noch ganz schön laut. Das Gefieder der erst wenige Monate alten Sonnensittiche, einer Papageienart aus Südamerika, schimmert prächtig in grün, gelb und orange. Die Nestgeschwister in der großen, mit Naturzweigen geschmückten Voliere, sind im besten Vogel-Teenager-Alter, balgen miteinander und krächzen dabei lautstark.

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Stimmgewaltig und munter: Das Gefieder der noch jungen Sonnensittiche schimmert in den prächtigsten Farben.

Quelle: Pintschak

Nesselröden. Nach ihrem Auftritt für die Besucher sind die kleinen Papageien müde – sie kuscheln sich eng aneinander und schließen die Augen zu einem Nickerchen.  Das Schützenhaus in Nesselröden hatte sich am vergangenen Wochenende in ein Vogelparadies verwandelt. Eingeladen hatte der örtliche Hobbyclub, der sich der Haltung und Züchtung von exotischen und besonderen Vögeln verschrieben hat.

Sonnensittiche gelten in ihrer Heimat als bedroht. „Hier haben wir nur Nachzuchten“, bestätigt Stephan Borchard, erster Vorsitzender des Vereins. Insgesamt 29 Mitglieder hat der Hobbyclub, davon zwölf aktive Züchter. Züchterkontakte werden auch zu anderen Clubs, wie etwa in Heiligenstadt, intensiv gepflegt.

Die Faszination für dieses spezielle Hobby kann Borchard nicht in einem Satz zusammenfassen: „Farbenpracht, Verhalten – wenn man einmal angefangen hat, lässt es einen nicht wieder los.“ Seit 2006 veranstalten die Nesselröder jährlich eine Schau, um die Tiere, welche sonst höchstens in Zoos zu sehen sind, der Öffentlichkeit zu präsentieren. Veranstaltet wurde außerdem eine große Tombola mit einem Fernseher als Hauptgewinn.

„Sehr schön präsentiert und toll gemacht“

Für die etwa 600 Besucher gab es am Wochenende so einiges zu entdecken: Prachtfinken zum Beispiel oder Rostenten, Silberfasane oder Schwarzköpfchen, dazu prachtvoll gefärbte oder eher naturbraune Kanarien.  „Sehr schön präsentiert und toll gemacht“ findet die dreiköpfige Familie Blickwede die Schau. Sie war extra aus Katlenburg angereist, um sich die Vögel anzusehen.

Ganz nah dran waren die Besucher in der begehbaren Voliere, die außer einigen Enten verschieden gefärbte Kanarienvögel beherbergte. „Besonders für Kinder ist das immer wieder ein Erlebnis“, bestätigt Borchard. Die Haltung der prächtigen Vögel ist meist einfacher, als man denkt: „Die meisten Papageien können sogar im Winter in ihrer Aussenvolière bleiben“, sagt Borchard.

Nur genügend Platz sollte man den Vögeln schon bieten, ebenso wie einen oder am besten gleich mehrere Artgenossen. Gut seien auch tolerante Nachbarn, die sich an den natürlichen Vogeltönen nicht stören. Wer mit dem Vogelzuchthobby liebäugelt, der konnte während der Vogelschau gleich Nägel mit Köpfen machen, denn einige der gefiederten  Schätze waren zum Kauf angeboten.

Wie zum Beispiel die Sonnensittiche. „Die Haltung muss allerdings der Unteren Naturschutzbehörde gemeldet werden“, sagt Vorsitzender Borchard.

Von Birgit Freudenthal

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