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Volkstrauertag in Duderstadt mit bitterer Aktualität

Schweigemarsch zum Ehrenmal Volkstrauertag in Duderstadt mit bitterer Aktualität

In die bleierne Stimmung, die am Volkstrauertag herrscht, hat sich am Sonntag das Entsetzen über den islamistischen Terror gemischt. „Die Ereignisse in Paris führen uns erschreckend vor Augen, wie bitter aktuell der Volkstrauertag ist und wie barbarische Gewalt alles zerstören kann, was uns lieb und teuer ist.

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Duderstädter gedenken der Opfer von Gewalt und Krieg.

Quelle: Pintschak

Duderstadt.  Genau vor diesem Terror fliehen die Flüchtlinge“, sagte Pastorin Christina Abel bei einer ökumenischen Andacht in St. Cyriakus: „Wir müssen dem Angriff auf unsere Freiheit entgegentreten, ohne uns von Rachegedanken blenden zu lassen.“ Gefährlich werde es immer dann, wenn Religion missbraucht werde und im Namen der Religion zum Kampf gegen andere Religionen und Volksgruppen aufgerufen werde. Im Mittelpunkt der Ansprache stand das eingangs verteilte Bild eines verletzten Engels, der von Kindern getragen wird und Schneeglöckchen als Symbol für Genesung in der Hand hält.

Wie Abel knüpfte auch Pfarrer Reinhard Griesmayr sowohl an die beiden Weltkriege als auch die aktuellen Kriege und Bürgerkriege vom Nahen Osten bis zur Ukraine an: „Die Toten mahnen uns, zu Friedensstiftern zu werden.“ Man dürfe die Geschichte nicht ruhen lassen. Zu Beginn und zum Ende der Andacht erklang eine Moll-Sonate von Johann Sebastian Bach, die Türkollekte ist für die Kriegsgräberfürsorge und die Aktion Sühnezeichen bestimmt.

Nach dem Gottesdienst setzte sich ein Schweigemarsch zum Ehrenmal am Obertorteich in Bewegung, begleitet von Fackelträgern der Jugendfeuerwehr und erwartet vom Blasorchester Duderstadt. Von „blankem Terror, eiskalten Morden und einer Nacht des Grauens“, sprach Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) vor der Kranzniederlegung am Ehrenmal: „Wir sind mit Herz und Verstand bei unseren Nachbarn. Viele von uns haben am Wochenende mit ihren französischen Freunden telefoniert.“ Mit Genugtuung habe er aufgenommen, dass das Länderspiel gegen die Niederlande trotz der Terrornacht nicht abgesagt wird: „Die Saat derer, die den Terror säen, darf nicht aufgehen.“

Nolte warnte davor, mit Aktionismus und mit Hass auf die Ereignisse in Paris zu reagieren. Ausdrücklich dankte er der Polizei für „ihren aufopferungsvollen Dienst, der ihr gerade in dieser Zeit unendlich viel abverlangt.“

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©Richter