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Vom Schaf zur Textilverarbeitung

Workshopf auf Gut Herbigshagen Vom Schaf zur Textilverarbeitung

Als ein Ereignis für alle Generationen hat sich die Aktion „Osterstall und Wolle“ der Heinz-Sielmann-Stiftung auf Gut Herbigshagen präsentiert. Tierbegegnungen und alte Textiltechniken rund um den Rohstoff Wolle begeisterten Kinder, Eltern und Senioren gleichermaßen.

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Mit etwas Geduld fassen die Schafe auf Gut Herbigshagen Vertrauen und kommen neugierig zu den Besuchern.Richter

Herbigshagen. Etwa 30 Personen begrüßten der Biologe Rómulo Aramayo-Schenk und die Praktikantin Tabea Teichmannn zunächst in den Werkräumen: Familien mit Kindern jeden Alters, aber auch eine Seniorengruppe von der Tagespflege in Bernshausen haben am Workshop rund um die Wolle teilgenommen. Manche der Älteren erinnerten sich an die eigene Kindheit, an die Schafe auf dem elterlichen Hof und die Wollverarbeitung. Für die Kinder war der Besuch im Stall die Hauptattraktion. Die elfjährige Lilly ist sogar aus Wolfenbüttel angereist. Die Schwestern Marlena (5) und Karla (9) aus Duderstadt freuten sich, dass sie an solch einem Aktionstag auch zu den Tieren ins Gehege durften, was sonst nicht erlaubt ist.

Als Basis gab es zunächst die Einweisung zum Verhalten im Stall. „Für die kleinen Tiere sind wir alle Riesen“, erklärte Aramayo-Schenk. Um das Vertrauen der zum Teil erste wenige Tage alten Lämmchen zu erlangen, riet der Fachmann: „Setzt euch ganz ruhig ins Stroh und wartet, bis die Tiere neugierig werden.“ Manche der Besucher waren nicht zum ersten Mal auf Gut Herbigshagen, und besonders die Kinder kannten sich dementsprechend aus. Dass man in Gegenwart von Tieren leise sein muss und nicht rennen darf, wussten viele schon.

Nach dem Stallbesuch ging es zurück in die Werkräume, wo in heutigen Zeiten wenig bekannte Gerätschaften aufgebaut waren. Wie eine Riesenbürste wirkte die Kardiermaschine, mit der sich die Faserflocken der Schafswolle über eine Walze zu Vlies verarbeiten lassen, aus dem dann Wolle gesponnen wird. Dass dazu nicht unbedingt ein Spinnrad nötig ist, sondern sich Wolle auch per Hand verspinnen lässt, demonstrierte Aramayo-Schenk. Anschließend durften die Workshop-Teilnehmer kreativ werden und eigene Woll-Produkte herstellen wie Kordeln und dekorative Osterlämmer.

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