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Vom kleinen Zug zum Spielleute-Orchester

Großes Musikfest im August Vom kleinen Zug zum Spielleute-Orchester

Seit einem halben Jahrhundert verbindet sie die Liebe zur Musik: Die Mitglieder des Spielmannszuges „Deutsche Eiche“ feiern im August auf dem Festplatz „Unterm Laube“ mit einem Musikfest den 50. Geburtstag ihrer klingenden Gemeinschaft.

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Beeindruckende Formation: Der Spielmannszug TV Deutsche Eiche hat sich zu einer musikalischen Größe in der Region gemausert.

Quelle: EF

Sieben junge Bilshäuser mit viel Liebe zur Musik hatten sich im Herbst 1961 in der Bilshäuser Gastwirtschaft Zum Löwen zur Gründung eines Spielmannszuges getroffen. Welche Erfolgsgeschichte sie damit schreiben würden, ahnten Gerhard Engelhardt, Hermann Engelhardt, Raimund Engelhardt, Bernward Nortmann, Hermann Meyer, Artur Grobecker und der damalige Oberturnwart des Turnvereins Deutsche Eiche, Hermann Bringmann, damals nicht. Der Turnverein unterstützte die Initiative, und die Musikformation wurde als selbständige Abteilung in den Verein aufgenommen. Mit Gründungsmitglied Hermann Bringmann wurde schnell der erste Abteilungsleiter und Ausbilder der Flöter gefunden.

Seinen ersten öffentlichen Auftritt hatte der Zug 1962 beim 100-jährigen Stiftungsfest des Männergesangsvereins Concordia, die erste große Bewährungsprobe allerdings stand im Juli 1963 beim 350-jährigen Stiftungsfest der Schützenbruderschaft Bilshausen an: 22 Musiker spielten an allen Tagen von früh bis spät und begeisterten die Gäste des Schützenfestes mit einem fünf Märsche umfassenden Repertoire.

Eineinhalb Jahre nach Gründung konnten bereits „Preußens Gloria“, „Waidmannsheil“, „Der Jäger aus Kurpfalz“ und als Tophit die „Tippelbrüder“ sogar mit Gesang präsentiert werden. „Der Spielmannszug hat seine Sache großartig und mit einer Routine gemacht, als habe er bereits jahrelang bestanden“ lobte damals das Tageblatt, das dem Zug eine Sonderseite widmete. Ein Meilenstein war 1977 auch der erste Notenlehrgang für Flöter, initiiert von Werner Wüstefeld. Seither werden Stücke nur noch nach Noten einstudiert.

Unvergessen bleibt in der Region auch die Veranstaltung zugunsten der „Aktion Sorgenkind“. Am 5. Juni bejubelten 5000 Gäste nicht nur einen Sternmarsch mit 15 Musikzügen, sondern auch die längste Tischreihe mit 915 Metern und den längsten Obstkuchen mit 162 Metern. 34 500 Mark kamen damals für die „Aktion Sorgenkind“ zusammen.

Seit April 1997 präsentiert sich der Zug mit einem Xylophon, die Umstellung der Instrumente von Ces- auf B-Stimmung kam 2001 – eine zukunftsweisende Entscheidung, denn nun konnten Konzertflöten eingesetzt und eine Marimba angeschafft werden. Der Zug entwickelte sich zum Spielleute-Orchester, konzertante Marschmusik, klassische Stücke und Musik aus aller Welt gehören heute zum Repertoire. Seit 2006 leitet Jürgen Kreis die Abteilung, für die Ausbildung sind Heiko Engelhardt, Sabrina Wüstefeld, Sarah Ullrich, Phillip Kreis und Tobias Bürmann verantwortlich.

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